Hyundai hat den Bestellstart für das Facelift des Ioniq 6 freigegeben. Die aerodynamische Elektro-Limousine bekommt ein geschärftes Design, größere Batterien und neue Ausstattungslinien. Der Einstiegspreis liegt jetzt bei 45.550 Euro. Damit rückt der Ioniq 6 mit all seinen Optionen und Kosten näher an die obere Mittelklasse.
Design: Feinschliff statt Bruch
Optisch bleibt Hyundai ein polarisierendes Auto. Entweder gefällt es, oder nicht. Im Facelift bleibt er der Linie treu. Front und Heck wurden neu modelliert, die LED-Signaturen geschärft, die Scheinwerfer schmaler gezeichnet. Das bekannte Haifischprofil wirkt nun gestreckter, ruhiger, moderner. Es wirkt wie eine stimmige Weiterentwicklung. Innen gibt es bessere Materialien, mehr Ambientebeleuchtung und überarbeitete Bedienelemente. Revolutionär ist das nicht, aber konsequent weiterentwickelt. Nice!
Technik: größerer Akku, bessere Zahlen
Der wichtigste Fortschritt steckt im Unterboden. Hyundai ersetzt die bisherigen Batterien mit 53 und 77,4 kWh durch neue Akkus mit 63 und 84 kWh. Damit steigt die WLTP-Reichweite auf bis zu 680 Kilometer, zuvor waren maximal 614 Kilometer möglich. Der kombinierte Verbrauch liegt laut Hersteller zwischen 13,4 und 15,9 kWh pro 100 Kilometer. Effizienz bleibt also eine der Kernkompetenzen des Ioniq 6.
Preis: beginnt recht günstig, endet recht teuer
Die Basisversion startet bei 45.550 Euro. Dafür gibt es Heckantrieb, 63-kWh-Akku, sehr gute Ladeleistungen und 125 kW Leistung. Serienmäßig an Bord sind unter anderem LED-Scheinwerfer, Rückfahrkamera, Batterie-Vorkonditionierung und Lenkradheizung. Die Wärmepumpe kostet 1.200 Euro extra und bleibt damit auch im Facelift kein Standard.
Ab der Ausstattung Centriq wird es teurer. Hier beginnen die Preise bei 52.000 Euro, wahlweise mit kleiner oder großer Batterie, weiterhin mit Heckantrieb. Dafür gibt es Matrix-LED, elektrisch ausfahrbare Türgriffe und hochwertigere Sitzbezüge. Technikpaket und Glasdach treiben den Preis weiter nach oben.
Komfort und Sport: Uniq, N Line und N Line X
Mit der Uniq-Version ab 60.500 Euro richtet sich Hyundai klar an Komfortkunden. Serienmäßig gibt es Bose-Soundsystem, Head-up-Display, 360-Grad-Kamera, Sitzbelüftung und Fernparkassistent. Hier ist der Ioniq 6 entweder als Heck- oder Allradantrieb erhältlich.
Sportlicher wird es mit der neuen N Line. Ab 58.300 Euro gibt es 20-Zoll-Felgen, sportliches Design und 84-kWh-Akku. Die Leistung liegt bei 168 kW mit Heckantrieb oder 239 kW mit Allrad. Die N Line X setzt noch einen drauf und kostet mindestens 62.000 Euro, als Allrad sogar 65.250 Euro. Dann ist fast alles an Bord, was Hyundai aktuell anbietet.
Im Schatten wartet noch eine weitere Edition – der Ioniq 6N. Dieses wundervolle Biest wird eine ganz eigene Bühne bekommen. Wenn wir hier den Bruder Ioniq 5 heranziehen, der bereits als reine N-Version zu haben ist, steht eine 75.000 auf der Rechnung. In der Basis startet der 5N bei etwa 45.000 Euro, also sehen wir auch einen ähnlichen Preis beim 6N.

Einordnung: effizient, aber kein Schnäppchen
Der Ioniq 6 bleibt ein Effizienz-Champion mit sehr guter Reichweite und moderner 800-Volt-Technik. Das Facelift bringt sinnvolle Verbesserungen, vor allem beim Akku. Gleichzeitig ist der Preis mit den Optionen gestiegen. Wer den Ioniq 6 früher als Geheimtipp unter den Langstreckenstromern gesehen hat, muss heute genauer rechnen, denn die Konkurrenz ist da.

