Der neue VW Polo.ID wirft seine Schatten voraus. Schon in weniger Tagen wird der kleine Stromer offiziell vorgestellt – sogar als GTI-Version. Doch VW muss sich hinten anstellen. Denn erst einmal wird das Premierentuch vom MEB+-Plattform-Bruder in Form des Cupra Raval gezogen. Mit einer Länge von 4,05 Metern ist der Raval rund 30 Zentimeter kürzer als der Cupra Born. Gleichzeitig soll der Kleine aber ein sehr gutes Platzangebot bieten. Möglich wird das durch die neue Plattformstruktur, bei der der Antrieb von der Hinter- auf die Vorderachse verlegt wurde.
Die kompaktere Antriebseinheit an der Vorderachse schafft im Heck zusätzliche Möglichkeiten: Der Kofferraum bietet mit doppeltem Ladeboden rund 430 Liter Stauraum. Dank eines Radstands von 2,60 Metern finden laut Hersteller auch größere Passagiere im Fond ausreichend Platz.
Optional sind elektrisch einstellbare Vordersitze mit Memory-Funktion erhältlich, ebenso verschiedene Sitzvarianten – von sportlich bis stark konturiert. Bei den Bezügen stehen Stoffe aus recyceltem Polyester, Mikrofaser oder Kunstleder zur Wahl.
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Im Cockpit kommt ein 12,9-Zoll-Infotainmentsystem zum Einsatz, das bereits aus anderen Modellen bekannt ist, hier jedoch mit neuer Software auf Android-Basis arbeitet. Dadurch lassen sich zahlreiche Apps von Drittanbietern installieren. Auch die Darstellung und Bedienfunktionen wurden überarbeitet. Ergänzt wird das System durch ein digitales Kombiinstrument im 10,25-Zoll-Format sowie ein Multifunktionslenkrad mit klassischen Tasten.
Beim Antrieb stehen zwei Batteriegrößen und mehrere Leistungsstufen zur Wahl. Die kleinere Variante mit 37 kWh bietet etwa 300 Kilometer Reichweite und wird mit 116 oder 135 PS kombiniert. Geladen wird hier mit bis zu 11 kW (AC) beziehungsweise 90 kW (DC).
Die größere Batterie mit 52 kWh ermöglicht Reichweiten von bis zu rund 450 Kilometern und wird mit stärkeren Motorisierungen kombiniert, darunter eine Version mit 211 PS. Die Top-Ausführung bringt es auf bis zu 226 PS und 290 Nm Drehmoment. Zwar fällt die Reichweite hier etwas geringer aus, doch ein elektronisches Sperrdifferenzial sorgt für mehr Fahrdynamik. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 175 km/h.
Im Vergleich zu anderen, noch folgenden Modellen auf derselben Plattform setzt der Raval auf ein sportlicher abgestimmtes Fahrwerk: Es ist um 15 Millimeter tiefergelegt und verfügt über eine verbreiterte Spur. Eine variable Lenkung sowie Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterachse gehören ebenfalls zur Ausstattung. Ein integriertes Bremssystem kombiniert Bremskraftverstärker und Stabilitätskontrolle, um ein harmonischeres Bremsverhalten zu erzielen. Zusätzlich wird ein digitaler Fahrzeugschlüssel angeboten, der den Zugang und die Nutzung per Smartphone ermöglicht.
Zur Ausstattung zählt außerdem die sogenannte Vehicle-to-Load-Funktion (V2L), über die sich externe Geräte – etwa ein Laptop oder ein E-Bike – direkt mit Energie aus dem Fahrzeug versorgen lassen. Auch das Laden wird komfortabler: Dank Plug & Charge erfolgt die Freischaltung an Schnellladesäulen automatisch, ohne zusätzlichen Aufwand.
Für die Routenplanung steht ein Navigationssystem bereit, das sowohl im Fahrzeug selbst als auch über eine Smartphone-App genutzt werden kann. Dabei berücksichtigt es Ladepunkte entlang der Strecke und plant diese direkt mit ein.
Über die App lassen sich zudem verschiedene Fahrzeugfunktionen aus der Ferne steuern – beispielsweise die Klimatisierung oder sogar die Ambientebeleuchtung, deren praktischer Nutzen allerdings nicht ganz eindeutig ist.
Serienmäßig ist der Raval mit einem Soundsystem ausgestattet, das über sieben Lautsprecher verfügt. Wer mehr Klangvolumen möchte, kann optional auf ein hochwertigeres System mit zwölf Lautsprechern von Sennheiser zurückgreifen. In den Fahrprogrammen „Performance“ und „Cupra“ wird zusätzlich ein künstlich erzeugter Motorsound zugeschaltet.
Der weiterentwickelte Travel Assist bringt erweiterte Assistenzfunktionen mit sich: Das System erkennt nun auch Verkehrszeichen wie rote Ampeln, „Vorfahrt gewähren“ oder Stoppschilder und reagiert entsprechend darauf.
Preislich startet der neue Cupra Raval bei 25.950 Euro für die 115 PS starke Einstiegsversion, die allerdings erst etwas später im Jahr auf den Markt kommen wird. Sofort bestell und ab Sommer lieferbar sind die anderen Versionen. Der Cupra Raval Dynamic mit 210 PS startet bei 37.250 Euro, der gleichstarke Raval Dynamic Plus liegt bei 41.605 Euro und das Topmodell in Form des Raval VZ Extrem mit 225 PS kostet mindestens 46.525 Euro. Noch bis zum 30. Juni gewährt der Hersteller einen sogenannten „Tribe-Bonus“ von 3.000 Euro.








