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EnBW baut aus: 148 neue HPC-Ladepunkte

EnBW hat zum Jahresende 2025 zehn neue Schnellladeparks in Betrieb genommen und damit 148 zusätzliche HPC-Ladepunkte entlang wichtiger Fernverkehrsrouten geschaffen. Geladen wird mit bis zu 400 kW, was – je nach Fahrzeug – rund 400 Kilometer Reichweite in 15 Minuten ermöglichen soll. Kein Meilenstein, aber ein weiterer spürbarer Schritt im Ausbau der Langstrecken-Infrastruktur.

Wo die neuen Ladeparks stehen

Die neuen Standorte verteilen sich auf sechs Bundesländer und liegen überwiegend in Autobahnnähe. Dazu zählen unter anderem Dummerstorf (A20), Wittenburg (A24), Sottrum (A1), Gelnhausen (A66), Lahr (A5), Amt Wachsenburg/Neudietendorf (A4/A71) sowie mehrere Standorte in Nordrhein-Westfalen, darunter Aachen, Duisburg und Ibbenbüren. Der Fokus liegt klar auf Fernverkehr, Urlaubsrouten und stark frequentierten Achsen.

Technik und Komfort statt nur Säulen

EnBW setzt bei seinen Schnellladeparks nicht nur auf hohe Ladeleistung, sondern auch auf Aufenthaltsqualität. Beleuchtung, Kameraüberwachung und – wenn möglich – Überdachungen gehören zum Standard. Viele Standorte sind zudem so geplant, dass sie bei steigender Auslastung modular erweitert werden können. Das ist weniger spektakulär als neue Rekordwerte, im Alltag aber deutlich relevanter.

Einordnung: kein Hype, aber genau richtig

148 neue Ladepunkte verändern das Netz nicht über Nacht, schließen aber gezielt Lücken. Genau das ist der Punkt. Statt immer neue Ankündigungen zu machen, arbeitet EnBW sichtbar an der Verdichtung entlang der Hauptachsen. Mit inzwischen über 8.000 Schnellladepunkten an mehr als 1.700 Standorten bleibt der Konzern einer der zentralen Player im deutschen HPC-Ausbau.

Bis 2030 sollen es bis zu 20.000 Schnellladepunkte werden. Entscheidend wird dabei weniger die Maximalleistung sein, sondern Zuverlässigkeit, Ausfallsicherheit und Standortqualität. In genau diese Richtung geht EnBW derzeit – unspektakulär, aber wirkungsvoll.