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Fiat Tris: Arbeitstier mit 45 km/h, 500 Kilo Nutzlast

Fiat bringt 2026 mit dem Tris einen elektrischen Mini-Transporter nach Europa, der bewusst nichts mit klassischen Lieferwagen zu tun hat. Drei Räder, 45 km/h Spitze, 6,9 kWh Akku. Klingt erst mal nach Verzicht. In der Stadt ist genau das aber der Punkt.

Was der Tris ist und was nicht

Der Tris ist kein Auto, kein Transporter und auch kein E-Bike. Er ist ein dreirädriges Nutzfahrzeug für die letzte Meile. Entwickelt wurde er ursprünglich für Afrika und den Nahen Osten, jetzt kommt er nach Europa – zuerst nach Italien.

Mit 3,17 Metern Länge, einem Wendekreis von 3,05 Metern und 45 km/h Höchstgeschwindigkeit zielt Fiat klar auf urbane Einsätze: Kurierdienste, Handwerker, Kommunen, Lieferdienste in Innenstädten. Nicht für die Landstraße, nicht für die Autobahn.

Technik: minimalistisch, aber zweckmäßig

Der Antrieb besteht aus einem 48-Volt-Elektromotor mit 9 kW Spitzenleistung und 45 Nm Drehmoment. Geschaltet wird nichts, eine Kupplung gibt es nicht. Einfach einsteigen, fahren.

Der Akku fasst 6,9 kWh und liefert nach WMTC-Norm bis zu 90 Kilometer Reichweite. Geladen wird über eine integrierte Ladeeinheit direkt an der Haushaltssteckdose. 0 auf 80 Prozent dauern rund 3,5 Stunden, voll ist der Akku nach knapp unter fünf Stunden. Rekuperation ist serienmäßig an Bord.

Nutzwert: erstaunlich erwachsen

Trotz Mini-Format kann der Tris richtig arbeiten. Die Ladefläche misst rund 2,25 Quadratmeter, eine Europalette passt problemlos. Die maximale Nutzlast liegt bei bis zu 540 Kilogramm. Angeboten wird das Fahrzeug als Fahrgestellkabine, Pritsche oder Pick-up, dazu kommen zahlreiche Umbau- und Personalisierungsoptionen.

USB-C-Anschluss und 12-Volt-Steckdose sind an Bord, LED-Beleuchtung vorne und hinten ebenfalls. Das Chassis ist verzinkt und auf Langlebigkeit ausgelegt – klarer Fokus auf gewerbliche Nutzung statt Lifestyle.

Einordnung: keine Spielerei, sondern ein Werkzeug

Der Fiat Tris ist kein Lifestyle-Gadget und auch kein Ersatz für einen E-Transporter à la e-Doblo… dennoch würden wir damit Electric Rides Merch und guten Espresso mit viel Coolness verteilen! Er ist ein Werkzeug für Städte, in denen Platz, Lärm und Emissionen das eigentliche Problem sind. 45 km/h reichen für die letzte Meile völlig aus, während Größe, Wendigkeit und Betriebskosten den Unterschied machen.

Wenn Fiat den Preis realistisch ansetzt, könnte der Tris für viele Betriebe interessanter sein als jedes große E-Nutzfahrzeug. Weniger Batterie, weniger Gewicht, weniger Komplexität – und genau deshalb effizient.