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Porsche Cayenne Electric: Bis zu 1.000 PS fürs Elektro-SUV aus Deutschland

Tja, so ist das eben, wenn man als Magazin nicht zu den Big-Playern gehört. Man wird zu wichtigen Fahrvorstellungen (wie das des noch gar nicht offiziell vorgestellten Porsche Cayenne Electric) nicht eingeladen. Sei’s drum. Dann kommt das Elekto-SUV eben als regulärer Testwagen zu uns. Und bis dahin hibbeln wir halt weiter. Denn was bei besagter Vorstellung wohl bereits kommuniziert und von Redakteuren anwesender Magazine veröffentlicht wurde, zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht.

So berichten die Kollegen von Autocar oder Car and Driver davon, dass es den großen Bruder des Porsche Macan Electric mit 400 PS (Cayenne), 600 PS (Cayenne S) und sogar mit 1.000 PS (Cayenne Turbo) geben wird. Na wenn schon, denn schon. Oder?

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Die Basis des neuen Cayenne Electric bildet dabei die bereits beim Macan verwendete Premium Platform Electric (PPE), allerdings mit eigenen Anpassungen bei Akku und Antrieb. Statt der 95-kWh-Batterie des Macan kommt im Cayenne ein 108-kWh-Nettoakku zum Einsatz (bei allen Varianten). Damit peilt auch das größere Modell Reichweiten von etwas über 600 Kilometern an.

Wie sein kleiner Bruder wird auch der Elektro-Cayenne ausschließlich mit Allradantrieb ausgeliefert. Berichten zufolge setzt Porsche vorne auf zwei Varianten von Elektromotoren, die bereits im Macan verwendet werden, während für die Hinterachse drei unterschiedliche Aggregate im Angebot stehen. Die vorderen Motoren stammen von Bosch, die hinteren hat Porsche selbst entwickelt. Zum Einsatz kommen überall PSM-Motoren mit Haarnadel-Wicklungen, bei den stärkeren Versionen zusätzlich mit Ölkühlung. Ein Zweiganggetriebe an der Hinterachse soll für hohe Effizienz und Dynamik sorgen. Das Topmodell beschleunigt in rund drei Sekunden auf 100 km/h und ist damit sogar minimal flotter als der Macan Turbo.

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Der Energiespeicher besteht aus Pouch-Zellen von LG, die eine leicht verbesserte NMC-Chemie nutzen. Eine doppelseitige Kühlung – von oben und unten – garantiert konstante Leistungsabgabe, selbst unter starker Belastung wie im Hängerbetrieb oder bei Bergauffahrten. Gleichzeitig ermöglicht dieses Thermomanagement Ladeleistungen von über 400 kW, deutlich mehr als die 320 kW im Macan. Damit soll ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent nur etwa 16 Minuten dauern, während der Macan trotz kleinerer Batterie rund 21 Minuten benötigt. Die Bordspannung beträgt 800 Volt. An 400-Volt-Säulen greift Porsche auf das sogenannte Bankladen zurück: Die Zellen werden teils parallelgeschaltet, was ein Laden mit ungefähr 200 kW erlaubt – ein Wert, der im Vergleich zu anderen 400-Volt-Fahrzeugen sehr hoch ist.

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Auch beim Fahrerlebnis setzt Porsche auf Emotion. Ein künstlich erzeugter V8-Sound passt sich an die verschiedenen Fahrmodi von Comfort bis Sport Plus an. Für Agilität sorgen eine optionale Hinterradlenkung und eine adaptive Luftfederung, die bei hohen Geschwindigkeiten die Karosserie absenkt. Beim Turbo-Modell gibt es sogar bewegliche Klappen am Heck, die die Aerodynamik verbessern sollen.

Die Abmessungen zeigen den Zugewinn an Raum: Mit 4.979 mm Länge ist der Elektro-Cayenne fünf Zentimeter länger als der aktuelle Verbrenner, der Radstand wächst von 2.895 auf 3.020 mm. Das Kofferraumvolumen steigt hinten auf 781 bis 1.588 Liter, hinzu kommt ein Frunk mit 90 Litern. Damit übertrifft der Stromer seinen Benziner beim Ladevolumen deutlich.

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Im Innenraum blieb bei den Testfahrten noch vieles abgedeckt, doch Porsche will sich am Layout von Macan und Taycan orientieren. Erwartet wird ein größeres Zentraldisplay – der Macan begnügt sich bisher mit 10,9 Zoll, während Konkurrenten wie der VW ID.7 bereits 15 Zoll bieten. Außerdem sollen ein elektrisch dimmbares Glasdach sowie motorisierte Türen nach dem Vorbild von Rolls-Royce Spectre und Mercedes EQS verfügbar sein.