Tesla erweitert das Angebot seines meistverkauften Elektro-SUV und bringt das Model Y in Deutschland erstmals als 7-Sitzer. Allerdings nicht für alle Varianten: Die zusätzliche Sitzreihe ist ausschließlich für das „Premium Maximale Reichweite Allradantrieb“ verfügbar – und positioniert sich damit klar im oberen Bereich der Baureihe.
Mit der neuen Konfiguration zielt Tesla vor allem auf Familien und Nutzer mit erhöhtem Platzbedarf. Zwei zusätzliche, nach vorn ausgerichtete Sitze in Reihe drei sollen das Model Y flexibler machen, ohne den bekannten Fokus auf Ladevolumen und Alltagstauglichkeit zu verlieren.
Dritte Sitzreihe mit Kompromiss-Charakter
Die zusätzliche Sitzreihe besteht aus zwei flach umklappbaren Einzelsitzen. Der Zugang erfolgt über elektrisch nach vorn gleitende Sitze der zweiten Reihe, die per Taste entriegelt werden. Ein klassischer Mechanismus aus dem Van-Segment – nur eben im Elektro-SUV.
Tesla betont die Kopffreiheit durch die Positionierung unter der Heckscheibe sowie zwei USB-C-Anschlüsse für die Passagiere hinten. Realistisch bleibt die dritte Reihe jedoch eher eine Lösung für Kinder oder Kurzstrecken als für erwachsene Langstreckenfahrer.

Viel Stauraum trotz zusätzlicher Sitze
Beim Ladevolumen bleibt Tesla seiner Linie treu:
- 381 Liter hinter der dritten Sitzreihe
- 894 Liter bei umgelegter dritter Reihe
- Bis zu 2094 Liter maximal
- 116 Liter Frunk zusätzlich vorne
Damit bleibt das Model Y auch als 7-Sitzer ein Transporttalent – zumindest solange die hinterste Reihe nicht dauerhaft genutzt wird.
Preis und Positionierung
Die 7-Sitzer-Option kostet 2500 Euro Aufpreis und startet damit bei 55.490 Euro. Die Basis-Model-Y-Preisstruktur bleibt unverändert, doch Tesla nutzt die zusätzliche Sitzreihe klar als Premium-Feature und nicht als breite Variantenoption.
Das passt zur Strategie: Statt ein günstiges Familien-EV mit sieben Sitzen anzubieten, wird das Feature in die leistungsstärkere und reichweitenstarke AWD-Version integriert.
Mehr Sitze, mehr Argumente – aber kein Van-Ersatz
Das Model Y bekommt mit der dritten Reihe ein weiteres Verkaufsargument, ohne seine DNA zu verändern. Für gelegentliche Mitfahrer, Kinder oder flexible Nutzung kann die Option sinnvoll sein. Wer jedoch regelmäßig sieben Erwachsene transportieren will, landet weiterhin eher bei klassischen Vans oder großen SUV.
Tesla erweitert damit die Alltagstauglichkeit – aber nicht die Fahrzeugklasse.

