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Tesla Cybertruck Standard?

Nachdem Tesla zuletzt bei Model 3 und Model Y mit neuen, deutlich günstigeren Einstiegsvarianten die Preisstruktur nach unten erweitert hat, folgt nun der nächste Schritt im Portfolio. Auch der Cybertruck bekommt eine Standard-Version. Der kantige Edelstahl-Pick-up startet damit erstmals deutlich unterhalb der bisherigen Premium-Ausführung – ohne dabei Reichweite oder Performance spürbar zu verändern. Tesla bleibt also seiner Linie treu: identische Kerntechnik, aber bewusst reduzierte Ausstattung als Preishebel. Offen bleibt jedoch: wann kann ich ihn endlich kaufen?!

Mehr Cybertruck fürs Geld – Teslas neue Preisstrategie

Die neue Dual-Motor-Allradvariante positioniert sich mit 59.990 Dollar rund 20.000 Dollar unter dem bisherigen Premium-AWD-Modell. Spannend dabei: Fahrleistungen und Reichweite bleiben praktisch identisch.

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Parallel dazu sinkt auch der Einstiegspreis für das Topmodell Cyberbeast. Die dreimotorige Performance-Version startet nun bei 99.990 Dollar, etwa 15.000 Dollar weniger als zuvor. Die zwischenzeitlich angebotene Heckantriebsvariante ist dagegen bereits wieder aus dem Konfigurator verschwunden.

Gleiche Reichweite, andere Prioritäten

Der neue Basis-Cybertruck setzt weiterhin auf zwei Motoren und Allrad, beschleunigt in 4,1 Sekunden von 0–60 mphund erreicht laut EPA 325 Meilen (523 km) Reichweite – exakt auf Premium-Niveau. Der Preisunterschied entsteht primär über die Ausstattung.

Statt adaptiver Luftfederung kommt nun ein Stahlfahrwerk mit adaptiven Dämpfern zum Einsatz. Damit entfällt auch die Höhenverstellung, was vor allem Offroad- und Utility-Nutzer spüren dürften.

Zusätzlich fallen mehrere Komfort- und Ausstattungsfeatures weg:

  • reduzierte Anhängelast (7.500 statt 11.000 Pfund)
  • geringere Nutzlast
  • einfacheres Soundsystem
  • weniger Ladeanschlüsse und schwächere Ladeflächenbeleuchtung
  • Stoffsitze statt Premium-Bezüge
  • keine Sitzbelüftung vorn und keine Sitzheizung hinten
  • kein Display für Fondpassagiere
  • Optional bleiben größere Räder sowie Unterfahrschutz-Pakete weiterhin verfügbar.

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Cyberbeast bleibt das Halo-Modell

Unverändert spektakulär positioniert sich das Cyberbeast an der Spitze. Drei Motoren, 2,6 Sekunden auf 60 mph und extreme Leistungswerte machen es weiterhin zum technologischen Aushängeschild. Dass Tesla auch hier den Preis senkt, dürfte vor allem die Nachfrage stabilisieren und das Performance-Modell attraktiver machen.

Preisoffensive oder Marketing-Move?

Elon Musk ließ anklingen, dass der neue Einstiegspreis möglicherweise nur temporär gelten könnte. Ob reale Aktion oder klassischer Nachfrage-Booster, bleibt offen. Klar ist jedoch: Mit der neuen Basisversion erweitert Tesla die Cybertruck-Zielgruppe deutlich.

Edelstahl für mehr Käufer

Der Cybertruck bleibt polarisierend – optisch wie konzeptionell. Mit der neuen Standard-Version wird er jedoch zugänglicher. Wer Design, Technik und Präsenz will, bekommt nun einen deutlich niedrigeren Einstieg. Wer maximale Utility, Komfort und Offroad-Flexibilität sucht, landet weiterhin beim Premium-Modell oder direkt beim Cyberbeast.

Am Ende passt die Strategie ins bekannte Tesla-Muster: Performance behalten, Preis senken – und damit neue Käufergruppen erschließen.