Ja, ich empfand den Cupra Born schon immer als den schickeren ID.3. Oft sehe ich im Straßenverkehr beide Modelle nebeneinander und fühle mich stets bestätigt. Das Facelift des ID.3 hat die Lücke zwar etwas geschlossen, cooler fand ich den Born aber weiterhin. Nun haben die Ex-Seat-Leute ihrem Kompakt-Stromer allerdings ein Facelift verpasst, das den Abstand zum ID.3 wieder weiter ausbaut – zumindest wenn ihr mich fragt.
Äußerlich orientiert sich der überarbeitete Born an der aktuellen Formensprache der Marke. Auffällig sind vor allem die sogenannte „Sharknose“-Front, neu gezeichnete Stoßfänger sowie dreieckige Matrix-LED-Scheinwerfer. Am Heck fällt ein beleuchtetes Markenlogo ins Auge, das in die dreidimensional gestalteten Rückleuchten integriert ist. Die Fahrzeuglänge wurde geringfügig um acht Millimeter auf 4.316 Millimeter reduziert, während das Kofferraumvolumen weiterhin 385 Liter beträgt.
Auch der Innenraum wurde überarbeitet und soll laut Cupra nun hochwertiger wirken. Neue Türverkleidungen vorne und hinten sowie ein neu gestaltetes Lenkrad mit klassischen Tasten gehören zu den Änderungen. Zudem setzt Cupra verstärkt auf nachhaltige Materialien: Teile des Armaturenbretts bestehen zu 75 Prozent aus recycelten Stoffen, Garn aus aufbereitetem Meeresplastik kommt ebenfalls zum Einsatz. In den Sitzbezügen wird Dinamica-Textil verwendet, das zu 73 Prozent aus recycelten Materialien besteht.
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Technisch rückt ein 12,9 Zoll großer Touchscreen in den Mittelpunkt, der mit einem neuen Betriebssystem auf Android-Basis arbeitet. Ergänzt wird das System durch ein 10,25 Zoll großes digitales Kombiinstrument sowie ein optionales Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion. Für den Klang im Innenraum sorgt unter anderem ein Audiosystem von Sennheiser mit sogenannter Contrabass-Technologie, die laut Hersteller besonders kräftige Bassfrequenzen ermöglichen soll. Speziell in den Fahrmodi Performance und Cupra soll der Klangcharakter zudem das Fahrerlebnis intensiver gestalten.
Die Bedienung erfolgt hauptsächlich über das neu entwickelte Lenkrad mit physischen Tasten. Laut Cupra sollen diese präziser reagieren als Touchflächen und die Steuerung wichtiger Funktionen erleichtern. Zusätzlich gibt es Satellitentasten zur Auswahl der Fahrmodi sowie Rekuperations-Schaltwippen für die Varianten mit 170 und 240 Kilowatt Leistung. Sportschalensitze sind serienmäßig an Bord.
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Beim Antrieb stehen drei Varianten mit Heckantrieb zur Wahl. Das Basismodell leistet 140 kW (190 PS) und kombiniert diese mit einer 58-kWh-Batterie. Darüber rangiert eine Version mit 170 kW (231 PS) und einem 79-kWh-Akku. Die Topversion Born VZ (hier auf den Bildern zu sehen) kommt auf 240 kW (326 PS), ebenfalls mit 79 kWh Batteriekapazität. Je nach Ausführung liegt die Reichweite nach WLTP zwischen 450 und 600 Kilometern und fällt damit höher aus als bisher. Die stärkste Version sprintet in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht maximal 200 km/h.
Zur Personalisierung stehen sechs Lackfarben zur Auswahl, darunter die neue Farbe Timanfaya Grey. Zudem gibt es fünf verschiedene Leichtmetallfelgen in Größen zwischen 19 und 20 Zoll sowie vier Ambiente-Pakete für den Innenraum. Zu den weiteren Ausstattungsoptionen zählen unter anderem beleuchtete Türgriffe, neue Luftausströmer für den Fond, eine Anhängerkupplung für Fahrradträger sowie ein digitaler Fahrzeugschlüssel. Dank der Vehicle-to-Load-Funktion kann der Born außerdem externe Geräte wie Laptops, E-Bikes oder Audioanlagen mit Strom versorgen.
Für mehr Fahrdynamik sorgen unter anderem One-Pedal-Drive, Launch Control, eine progressive Lenkung sowie ein sportlicher ESC-Modus. Breitere Reifen mit 235 Millimetern für 19- und 20-Zoll-Räder sollen zusätzlichen Grip bieten. Unterstützt wird dies durch fünf Fahrprofile und bis zu 15 Einstellstufen der adaptiven Fahrwerksregelung DCC Sport.
Auch die Assistenzsysteme wurden weiterentwickelt. Dazu gehören ein Travel Assist mit cloudbasierter Geschwindigkeitsregelung, ein neuer Kreuzungsassistent sowie ein verbesserter Front Assist mit mehrstufigen Warnungen. Zusätzlich verfügt das Fahrzeug über eine Pre-Crash-Funktion mit Heckerkennung, die den Schutz der Insassen bei drohenden Unfällen erhöhen soll.
Konkrete Preise für das überarbeitete Modell hat Cupra zur Präsentation noch nicht veröffentlicht. Als Anhaltspunkt dürfen aber sicherlich die aktuellen Preis dienen. Los geht’s bei rund 36.000 Euro, die leistungsstarke VZ-Version kostet etwa 49.000 Euro.











