So. Nun ist es soweit. Ich habe meinen Plan, unseren Redaktions-Wagen (KIA e-Niro 2022, 64 kWh) über eine Solar-Insellösung zu laden, in die Tat umgesetzt. Beziehungsweise trudeln nun nach und nach die einzelnen Bausteine der Anlage ein, die mir im besten Falle zu rund 15.000 Kilometern Fahrleistung im Jahr aus selbst erzeugtem Strom verhelfen soll.
Kern-Produkt des geplanten System ist dabei die SunEnergyXT Plus-Speicherlösung von SunEnergyXT (früher unter dem Namen Sunlit bekannt). Dieses System besteht aus einem Kopfspeicher (BK215), erweiterbaren Speichereinheiten (B215) sowie einem bidirektionalen Wechselrichter (EV3600), der mit bis zu 3,6 kW Energie abgeben kann. Wer das System nicht als Insellösung nutzt, sondern es ans Stromnetz anschließt, kann sogar bis zu 11 kW aus der roten CEE-Dose des EV3600 ziehen.
Und auch, wenn das SunEnergyXT Plus-System in meinem Fall ausschließlich dem Laden des Niro dienen soll, so kann es eben doch viel mehr. Pro Einheit können zwei (Speicher B215) beziehungsweise vier (Kopfspeicher BK215) Solarmodule mit bis zu 800 bzw. 1.800 Watt.
Watt über die integrierten Laderegler (MPPT) angeschlossen werden. In Summe schafft das System allerdings „nur“ maximal 4.000 Watt. Wer sich zum Kopfspeicher (2,15 kWh) noch drei weitere Speicher ordert, der hat in Summe einen Speicher von 8,6 kWh. Abgegeben werden kann die Energie entweder über einen 800 Watt-Wechselrichter ins Stromnetz des Hauses (das kennt ihr ja vom Balkonkraftwerk), oder mit bis zu 2.400 Watt über die zwei Schuko-Steckdosen des Wechselrichters EV3600 direkt an angeschlossene Verbraucher (Kühlschrank, Tiefkühlschrank, etc.). Oder eben über die ebenfalls im EV3600 verbaute CEE-Dose an eine Wallbox oder einen Ladeziegel mit CEE-Stecker – dann sind maximal 3.600 Watt Dauerlast möglich.
Uuuuund, der EV3600 ermöglich zudem ein V2H-Laden (mit bis zu 2.400 Watt). Heißt: Man kann aus der Batterie des angeschlossenen E-Autos bis zu 2.4 kW ziehen und damit den Speicher des SunEnergieXT laden – und diese Energie natürlich auch ans Haus weitergeben.
Gesteuert wird das SunEnergyXT-System über die mitgelieferte App. Hier kann man laut Hersteller aus verschiedenen Anwendungsbeispielen wählen und darüber hinaus noch individuell steuern. Also: Soll der Strom aus den Solar-Panelen auf dem Garagendach vordringlich gespeichert oder im Haus verbraucht werden? Bis zu welchem Ladestand sollen die Akkus geladen und entladen werden? Soll zu einer bestimmten Tageszeit Energie ins Haus eingespeist werden? Wer nun noch eine Shelly in seinen Sicherungskasten einbauen lässt, der kann sogar für eine Nulleinspeisung sorgen (keine selbst erzeugte Energie wird ins Haus eingespeist, wenn dort nichts gebraucht wird).

Soweit die Theorie, der der Hersteller auf seiner Webseite verrät, und die man bereits in diversen Videos anschauen kann (weiter unten habe ich euch mal einige von den Videos angehängt). Mit generellen Infos zu maximalen Ladezyklen, Temperatur-Beständigkeit und maximaler Kostenersparnis pro Jahr verschone ich euch an dieser Stelle, das kann man auf www.sunenergyxt.com in aller Herrlichkeit nachlesen.
So, und nun mache ich mich mal an die Umsetzung meiner konkreten Installation mit rund 6 kWh Speicher und 8 Panelen mit zusammen rund 3,6 kW. Und während ich bastel, schaut ihr euch am besten die folgenden Videos zum System an. Viel Spaß dabei.
Nicht wundern: Teilweise beziehen sich die Videos auf das Vorgängermodell (ohne Plus), am grundsätzlichen System hat sich allerdings nicht viel geändert.




