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VW ID.Cross vorgestellt: Alle Details, Reichweite, Kofferraum & Preis

Der Volkswagen ID.Cross soll genau dort einschlagen, wo der Elektroauto-Markt gerade besonders spannend ist: beim bezahlbaren kompakten Elektro-SUV. Lange hat sich VW in diesem Segment ziemlich zurückgehalten, vielleicht zu lange. Denn genau dort, wo viele Familien, Pendler und Stadtmenschen ihr nächstes Auto suchen, fehlte bislang ein richtig greifbares Angebot aus Wolfsburg. Mit dem ID.Cross soll sich das nun ändern!

Wir von Electric Rides waren exklusiv mit der ID.Community bei der Vorstellung dabei und konnten uns den neuen Elektro-SUV bereits ganz genau anschauen. Einen Fahreindruck gibt es leider noch nicht, aber beim ersten Rundgang wurde schnell klar: VW will hier nicht nur irgendwie dabei sein, VW will ein Auto liefern, das wieder mitten in den deutschen Alltag passt.

VW ID. Cross Design: Kompakt & Wuchtig

Optisch setzt VW beim ID.Cross auf das sogenannte Pure-Positive-Design. Übersetzt heißt das: klare Linien, saubere Kanten, wenig Experimente und ein ziemlich hoher Wiedererkennungswert. Der ID.Cross wirkt größer und wuchtiger als ein T-Cross, ohne dabei wie ein künstlich aufgepumpter Kleinwagen auszusehen, und auch nicht wie auf aufgebockter ID.Polo, mit dem er sich die Basis teilt.

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Vorne zieht sich die Lichtleiste hoch über die Nase, inklusive beleuchtetem VW-Logo und markanter Tagfahrlichtsignatur. Das sitzt alles in einem recht breiten Hochglanzbereich, der den ID.Cross optisch in die Höhe zieht. Nicht jedes Detail wirkt dabei aus einem Guss. Je nach Lichtmodus und Blickwinkel stehen die optionalen Matrix-LED-Scheinwerfer optisch etwas „eigenständig“ im Gesicht. Das ist kein Drama, fällt aber auf.

Der Rest der Front funktioniert dafür ziemlich gut. Die seitlichen Lufteinlässe bringen etwas Sportlichkeit rein, der wuchtige Stoßfänger mit Grauer Leiste liefert diesen leicht übertriebenen Offroad-Vibe für den Asphalt-Dschungel. Genau das mögen viele Käufer in diesem Segment. Er wird nicht wirklich ins Gelände können, es soll aber wenigstens so aussehen, als könnte er auf dem Supermarktparkplatz alles wegstecken.

Gallerie: ID.Cross Front
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In der Seitenansicht setzt sich der hohe Auftritt fort. Große Radkästen, deutliche Kunststoffleisten und die breite, glanzschwarze C-Säule geben dem ID.Cross ordentlich Präsenz. Die angedeuteten Lufteinlässe in Wagenfarbe lockern die Fläche auf und bringen genau die kleine Portion Dynamik, die so ein Auto braucht, damit es nicht nach rollendem Schuhkarton aussieht.

Gallerie: ID.Cross Seite
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Am Heck erkennt man dann sofort die neue ID.DNA, die bereits im ID.Polo steckt – feine Streifen, moderne LED-Grafiken in den Rücklichtern und einem beleuchteten & abgerundeten VW-Logo. Das sieht richtig gut aus. Der Dachkantenspoiler, die matt gehaltene untere Schürze mit Reflektoren und silberner Spange sorgen wieder für dieses typische „Offroad im Alltag“ feeling. Unterm Strich steht der ID.Cross ziemlich stimmig da – wuchtig, modern und sauber proportionier – wenn man für die größeren Folgen ein paar mehr Euro investiert.

Gallerie: ID.Cross Heck
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VW ID.Cross Innenraum & Platzangebot: Für den Alltag

Mit 4,15 Meter Länge, 1,80 Meter Breite und 2,60 Meter Radstand bleibt der ID.Cross angenehm kompakt. Trotzdem liefert er vorne ein richtig gutes Platzgefühl. Die optional vollelektrischen Sitze lassen sich weit genug verstellen, die Kopffreiheit passt auch für sehr große Menschen und insgesamt fühlt sich die erste Reihe deutlich erwachsener an, als die Außenlänge vermuten lässt. Das im Vorführfahrzeug verbaute Panoramadach, dass VW-typisch noch physisch mit einem Sonnen-Rollo abgedunkelt werden kann, öffnet den Innenraum nochmal ein gutes Stück weiter. Die Übersicht ist top, man hat alles im direkten Zugriff und keine Bedienmöglichkeit liegt irgendwo versteckt, typisch VW, aber gleich mehr dazu im nächsten Kapitel.

In der zweiten Reihe wird VWs Anspruch „Platz für fünf Erwachsene“ dann allerdings etwas wackelig. Ja, fünf Menschen passen rein, aber wenn vorne jemand mit rund 1,80 Meter sitzt, wird es dahinter für größere Mitfahrer schnell kompromissbehaftet. In diesem Fall muss mit den Sitzen vorne rangiert werden. Das ist okay. Vier Erwachsene finden im ID.Cross gut Platz, fünf gehen, aber eher für kurze Strecken oder den Ausnahmefall. Ein Roadtrip ans Meer? Möglich, aber ob man das freiwillig zu fünft machen will, steht auf einem anderen Blatt. Dafür hat man hinten dank der boxigen Form eine top Kopffreiheit und fühlt sich nicht eingeengt. Für den Alltag also sehr gut.

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Richtig stark ist dagegen der Kofferraum. 475 Liter sind in dieser Klasse eine brutale Ansage. Damit liegt der ID.Cross rund 100 Liter über ID.3 oder Verbrenner Kollege T-Cross und kommt sogar gefährlich nah an größere Modelle wie ID.4 oder Tiguan heran. Möglich wird das durch zusätzlichen Stauraum unter dem Ladeboden. Je nach Ausstattung passen dort locker zwei Wasserkisten nebeneinander zusätzlich rein. Endlich scheint VW die Möglichkeiten einer Elektroplattform effizienter für den Autobesitzer zu nutzen und arbeitet das Volumen optimal für Stauraum aus. Ein Frunk ist auch vorhanden und bietet 22 Liter. Für Ladekabel oder mobile Ladeausrüstung reicht das locker.

VW ID.Cross Bedienung: Wiederentdeckung des Knopfes

Im Cockpit erkennt man die Verwandtschaft zum ID.Polo direkt wieder. Das Armaturenbrett baut im ID.Cross etwas höher und die Lüftungsdüsen stehen aufrechter. Der Rest ist praktisch identisch. Was auffällt: der gesamte Innenraum wirkt weniger minimalistisch als frühere ID.Modelle. Genau das ist eine gute Nachricht, denn Volkswagen bringt wieder mehr physische Bedienelemente zurück. Das neue, unten abgeflachte Lenkrad kommt mit echten Tasten statt Touchflächen und belegt den Platz fast über. Je nach Ausstattung leuchtet sogar das VW-Logo. Unter dem Infotainment-Display sitzt eine hochwertige Knopfleiste für die Klimasteuerung, dazu gibt es einen Multimedia-Drehregler in der Mittelkonsole. Der wirkt an seiner Position zwar ein bisschen so, als hätte VW ihn unbedingt unterbringen wollen, ohne den perfekten Platz zu finden, aber ganz ehrlich: Lieber ein etwas merkwürdig platzierter Regler als wieder alles im Display verstecken, oder?

Gallerie: ID.Cross Bedienung
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Gerade bei Klima, Lautstärke und häufig genutzten Funktionen ist der Weg zurück zum Knopf absolut sinnvoll. Nicht jeder möchte bei Regen, Dunkelheit, Baustelle, Navi-Stress und Zeitdruck erst durch Menüs wischen, um die Temperatur anzupassen. Skoda ist diesen Mittelweg schon zu Beginn der Elektrifizierung gegangen. VW scheint nun verstanden zu haben, dass ein Auto für eine breite Zielgruppe nicht nur digital beeindruckend, sondern im Alltag vor allem schnell und blind bedienbar sein muss. Und genau hier ist der Knackpunkt. Bei Autos von Tesla ist der Minimalismus zwar nicht everyones favorite, aber hier funktioniert die Touch- (und Sprach-) Bedienung über praktisch ein einzelnes Display für die breite Masse besser, als für VW. Der Grund ist die Zielgruppe. Tesla begeistert jüngere und technikbegeisterte Menschen, die aktiv nach neuen oder innovativen Lösungen oder einfach anderen Ansätzen suchen. Hier sehen wie deutlich einen der Gründe, warum VW nun wieder weg von absolutem Touch und Sildern geht. Wir finden die kombinierte Bedienung aus Touch-im-Display und Knopfleiste gut gelungen, denn die zusätzlichen Bedienungen stören nicht oder wirken deplatziert. Für VW ist das der richtige Schritt.

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VW ID.Cross Infotainment: Mehr Displays, mehr Software

Auch bei den Displays geht VW nicht mehr auf radikalen Minimalismus. Das Cockpit zeigt wieder deutlich mehr Informationen auf größeren Displays, echte Tacho-Darstellungen und insgesamt mehr grafische Tiefe. Dazu kommt das zentrale Infotainment mit neuer Softwaregeneration und man kann es inzwischen wirklich so sagen: Die Zeiten der schlechten VW-Software scheinen vorbei zu sein. Dies wird VW noch etwas nachhängen, aber mit der 6.0 Version liefert der Konzern eine der besten Lösungen am Markt.

Gallerie: ID.Cross Infotainment
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Multimedia, Ladeplanung, Lademanagement, Stabilität und Bedienqualität wirken auf einem sehr hohen Niveau. Besonders cool ist der neue Retro Mode. Mit einem Knopfdruck verwandelt sich die komplette Darstellung in Richtung Golf 1. Dabei handelt es sich nicht einfach nur ein anderer Hintergrund in den Displays oder nur ein paar neue Farben, sondern eine komplett anderes Layout und Grafiken. Ist das funktional notwendig? Absolut nicht! Ist es emotional ziemlich genial? Absolut ja!

Genau solche Spielereien zeigen, dass VW nicht nur Kostenlisten abarbeitet, sondern wieder versucht, Kunden emotional abzuholen. Kein Furzton-Button, keine Selfie-Kamera, keine überdrehte Show-Funktion – einfach ein nostalgischer, liebevoll gemachter Modus. Zynisch könnte man hier behaupten, VW versuche mit allen Mitteln die älteren Generationen wieder in die Hallen zu locken. Selbst wenn das wäre, es sieht super aus, macht Spaß und gerade deshalb ist es ziemlich cool.

Gallerie: ID.Cross Retro Mode
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Frage an euch – welcher Hersteller bietet sowas oder ähnliches noch an? Uns fallen nur Farben und Hintergründe bei diversen Herstellern ein, aber diese Funktion ist bisher einmalig. Ist hier VW etwa innovativ?

VW ID.Cross Materialien: Wenn der Glanz nachlässt

Bei den Materialien macht der ID.Cross einen ordentlichen Eindruck. VW setzt vorne und hinten auf matte Oberflächen, Stoffbespannungen und nur sehr wenig Klavierlack. Endlich hat es VW verstanden und allein dafür gibt es Pluspunkte. Hochglanzflächen sehen im Prospekt und Showroom auf jeden Fall gut aus und es wird seine Fans haben, aber im Alltag sieht man hier meistens Staub, Fingerabdrücke und Mikrokratzer. Im ID.Cross finden wir matten und teils unterschäumten (weichen) Kunststoff, unterschiedliche Stoffbezüge und je nach Ausstattung Stoff- oder Teil-Leder-Sitze. Wie standhaft sich diese Materialien nach mehreren Jahren im Alltag zeigen und wie aufwändig die Reparatur von Rissen wird, bleibt abzuwarten.

Natürlich gibt es auch Hartplastik – wir sind schließlich nicht bei einem Chinesischen Hersteller. Unverkleidetes Hartplastik finden wir vor allem dort, wo man im Alltag selten hinfasst: im unteren Bereich der Mittelkonsole, im Fußraum und teilweise an den Türen. Das ist bei diesem Preis soweit okay und liegt im Bereich der Erwartungen. Und ganz ehrlich: Selbst deutlich teurere Fahrzeuge machen das nicht immer besser. Entscheidend ist, dass der Innenraum nicht billig wirkt und genau das scheint VW hier ziemlich gut hinzubekommen.

Gallerie: ID.Cross Materialien
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VW ID. Cross Reichweite, Akku und Ladeleistung: Standard

Technisch basiert der ID.Cross auf dem MEB+-Baukasten und fährt in allen Varianten mit Frontantrieb. Angeboten werden drei Leistungsstufen: 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS). Damit deckt VW genau das ab, was die Zielgruppe braucht: vom vernünftigen Alltagsstromer bis zur etwas kräftigeren Variante für alle, die beim Auffahren auf die Autobahn nicht erst eine schriftliche Einladung verschicken wollen.

Bei den Akkus stehen 37 kWh netto und 52 kWh netto im Raum. Die kleinere Batterie soll bis zu 316 Kilometer WLTP schaffen, die größere bis zu 436 Kilometer. Spannend wird die reale Reichweite, denn erste covered drives haben gezeigt, dass der ID.Cross einen überraschend niedrigen Verbraucht hat. Geladen wird vorne rechts, AC immer mit 11 kW. DC sind maximal 90 kW beim kleinen Akku und 105 kW beim großen Akku möglich. Das sind keine Werte, bei denen man vor Begeisterung vom Schnelllader fällt, aber in dieser Fahrzeug- und Preisklasse ist das aktuell absolut im Rahmen.

Von 10 auf 80 Prozent soll der kleine Akku in rund 27 Minuten laden, der größere soll dies in rund 24 Minuten schaffen. Das ist okay und nicht spektakulär, aber wer regelmäßig Langstrecke fährt, wird sich mehr wünschen. Wer überwiegend pendelt, zu Hause oder beim Arbeitgeber lädt und gelegentlich die Autobahn nutzt, wird damit absolut problemlos leben können.

VW ID.Cross Ausstattung & Features: Alles wenn man will

Optional kann der ID.Cross mit einer breiten Palette an Funktionen ausgestattet werden. Vehicle-to-Load ist dabei ein richtig praktisches Feature. E-Bike laden, Kaffeemaschine betreiben, Staubsauger anschließen oder beim Camping Licht und Kleinkram versorgen – der ID.Cross ist eine Powerbank auf Rädern!

Auch eine Anhängerkupplung ist für die große Akku-/Motorvariante möglich. Bis zu 1,2 Tonnen Anhängelast sind für ein kompaktes Elektro-SUV ziemlich ordentlich. Kleiner Anhänger, Gartenkram oder sogar ein leichter Wohnanhänger können also mit dem ID.Cross gezogen werden. Das erweitert den Nutzwert deutlich und zeigt wieder ein Mal, was Elektroautos eigentlich können.

Bei den Assistenten greift VW tief ins Regal: proaktiver Insassenschutz, Park Assist, Parkpilot, Car2X, Travel Assist, Lane Assist und der neue Connected Travel Assist mit Ampelerkennung. VW geht wohl lieber wieder in kleinen, nachvollziehbaren Schritten vor, was technische Neuerungen angeht. Vielleicht ist das sogar besser, als neue Funktionen mit der Beta-Test-Haubitze auf Kunden loszulassen.

Neu für VW ist außerdem One-Pedal-Driving. Dabei wird beim Vom-Gas-Gehen stark rekuperiert, was bis zum Stillstand verzögern kann. Das Bremspedal wird dabei praktisch nicht mehr benötigt – außer für plötzliches Bremsen natürlich. Das One-Pedal-Driving erzeugt Energie, schont die Bremsen und macht das Fahren in der Stadt sehr entspannt. Gleichzeitig sollte man die mechanischen Bremsen gelegentlich bewusst nutzen, damit sie nicht vor lauter Schonung beleidigt festrosten. Tesla-Fahrer und der TÜV kennen dieses Lied schon länger.

In Gänze muss man sagen, dass man den ID.Cross richtig ausmaxen kann. Kombiniert man den großen Akku mit Motor und plündert das Feature-Regal, erhält man eine kräftige, top moderne und gleichzeitig kompakte Zugmaschine – nice! Wie dann am Ende der Preis aussieht, steht selbstverständlich auf einem anderen Blatt.

ID.Cross Preis: Günstiger Einstieg, aber…

Richtig spannend wird es beim Preis, denn rund 28.000 Euro sollen für den Einsteig schon ausreichen. Für ein vollelektrisches Kompakt-SUV von Volkswagen ist das eine Ansage – die man aber vorsichtig betrachten sollte.

Wenn man zum ID.Polo rüberschaut, der im Konfigurator als Life bei 34.000 Euro startet, und diesen mit Farben, Felgen, Licht- & Assistenzpaket, Keyless, Anhängerkupplung und verdunkelten Scheiben ausstattet, so kostet dieser locker 42.000 Euro. Der Sweetspot wäre hier je nach Kompromiss bei 40.000 Euro. Das ist viel Geld – für viel Auto.

Das Schwestermodell Epiq von Skoda soll es bereits für ca. 26.000-37.000 Euro geben, der aktuell jedoch nur mit großem Akku erhältlich bei 32.000 Euro startet. Auch hier zeigt der Konfigurator 39.950 Euro für das mittlere Modell „Selection“ mit den vorhin erwähnten Extras an.

Es bleibt also nur abzuwarten, wie interessant es für Käufer wird, ganz unten einzusteigen. Hier sehen wir Flottenleasing-Kunden, wie Kommunen, Carsharing oder Pflegedienste, für die eine relativ niedrige Reichweite und Ausstattung weniger relevant sind, dafür hoher Platz-/Nutzwert kombiniert mit minimalen Betriebskosten.

Zum Leid vieler Interessenten sind Volkswagen und Listenpreise (und viele andere große Hersteller) immer noch ein eigenes Kapitel. Händler geben teilweise erhebliche Rabatte und spätestens im Leasing kann sich das Bild stark verschieben. Trotzdem: Wenn VW den ID.Cross tatsächlich preislich so positioniert, wird es für viele Wettbewerber im Segment relativ unangenehm.

VW ID. Cross Technische Daten

Basis MEB+, Frontantrieb
Batterien netto 37 kWh und 52 kWh
Leistung 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS), 155 kW (211 PS)
Reichweite WLTP bis 316 km mit 37 kWh, bis 436 km mit 52 kWh
DC-Ladeleistung 90 kW mit 37 kWh, 105 kW mit 52 kWh
AC-Laden 11 kW
Maße 4.153 mm lang, 1.794 mm breit, 1.581 mm hoch
Radstand 2.601 mm
Kofferraum 475 Liter
Gewicht ab 1.539 kg mit 37 kWh, ab 1.548 kg mit 52 kWh

VW ID.Cross Fazit: VWs Kompakt-SUV zur richtigen Zeit

In Summe wirkt der VW ID.Cross erstaunlich rund. Er ist kompakt genug für die Stadt, groß genug für den Alltag, bietet einen starken Kofferraum, ein vernünftiges Cockpit, mehr echte Knöpfe und ein Design, das vielen gefallen dürfte. Er ist kein Revolutionär, aber genau das könnte seine größte Stärke sein.

Volkswagen versucht hier spürbar, wieder näher an das heranzurücken, was die Marke früher stark gemacht hat: ein Auto für viele Menschen, nicht nur für Technikfans. Viele sind mit VW aufgewachsen, haben in einem Golf fahren gelernt oder erinnern sich an Zeiten, in denen Volkswagen fast automatisch die vernünftige Wahl für den Mittelstand war. Der ID.Cross soll genau dieses Gefühl in die Elektrozeit übertragen.

Ein Selbstläufer wird er trotzdem nicht. Die Konkurrenz aus China drückt massiv auf Preis, Ausstattung und Tempo. Leapmotor, Skoda, BYD, Kia und einige andere Anbieter liefern seit einiger Zeit für ähnliches Geld teils oft mehr Auto auf dem Papier. Wenn VW den Einstiegspreis wirklich attraktiv hält und beim Leasing wieder stark nachschärft – so kennen wir VW – könnte der ID.Cross ein verdammt wichtiger Treffer werden. Der Elroq von Skoda oder Mokka von Opel sind keine selten zu sehenden Autos und die Bestellungen für den Leapmotor B10 laufen heiß – der Markt ist also aktiv.

Unser erster Eindruck: Der ID.Cross kommt nicht zu spät, aber auch nicht zu früh. Der Markt wartet noch etwas und der Zug ist noch nicht abgefahren. Wenn VW dieses Paket sauber auf die Straße bringt, werden wir den ID.Cross sicher häufig in deutschen Städten, Einfahrten und Supermarktparkplätzen sehen.