Xpeng hat die Preise für sein neues Elektro-Flaggschiff G9L bekannt gegeben. Das 5,12 Meter lange SUV ist in Deutschland ab sofort ab 74.600 Euro bestellbar. Zur Wahl stehen sechs oder sieben Sitzplätze, bis zu 585 PS und ein 110-kWh-Akku. Die ersten Fahrzeuge sollen im Dezember 2026 ausgeliefert werden.
Mit dem G9L nimmt Xpeng die große SUV-Oberklasse ins Visier. Gegenüber dem regulären G9 wächst die Karosserie um rund 23 Zentimeter. Der zusätzliche Platz kommt vor allem den Passagieren zugute: Je nach Version gibt es im Fond zwei komfortable Einzelsitze oder eine klassische Sitzanordnung für insgesamt sieben Personen.
Xpeng G9L: Drei Varianten ab 74.600 Euro
Zum Verkaufsstart bietet Xpeng drei Ausführungen an. Allen gemeinsam sind eine 110 kWh große NCM-Batterie (Bruttokapazität), die Ausstattungslinie Ultra und eine 800-Volt-Elektroarchitektur.
| Version | Leistung | WLTP-Reichweite | Sitze | Preis |
|---|---|---|---|---|
| RWD Long Range Ultra | 270 kW (367 PS) | 591 km | 7 | 74.600 € |
| AWD Performance Ultra | 430 kW (585 PS) | 553 km | 6 | 79.600 € |
| AWD Performance Ultra | 430 kW (585 PS) | 553 km | 7 | 85.600 € |
Bemerkenswert ist, dass die siebensitzige Allradversion 6.000 Euro mehr kostet als der Sechssitzer mit demselben Antrieb. Wer die luxuriösen Einzelsitze in der zweiten Reihe möchte, bekommt sie also ausgerechnet in der günstigeren der beiden Performance-Varianten.
540 kW Ladeleistung und unter zwölf Minuten Ladepause
Technisch setzt Xpeng auf eine 800-Volt-Architektur mit bis zu 540 kW Gleichstrom-Ladeleistung. Unter idealen Bedingungen soll der G9L seinen Akku in weniger als zwölf Minuten von 10 auf 80 Prozent bringen. Die hohe Spitzenleistung ist allerdings nur an entsprechend leistungsfähigen Schnellladesäulen nutzbar, die in Europa noch selten sind.
Für das Laden mit Wechselstrom ist serienmäßig ein 22-kW-Onboard-Lader verbaut. Das ist besonders an passenden öffentlichen AC-Ladepunkten praktisch. Zuhause hängt die mögliche Ladeleistung vom Hausanschluss und der Wallbox ab.
Massagesitze, Nappaleder und Bildschirm im Fond
Schon die serienmäßige Ultra-Ausstattung soll wenig Wünsche offenlassen. Die Vordersitze sind elektrisch einstellbar, beheizt, belüftet und verfügen über Massagefunktionen. Eine von Xpeng als Active Adaptive Seating bezeichnete Technik passt die Sitzunterstützung mithilfe von Sensoren an die Insassen an.
Auch die zweite Sitzreihe bietet Nappaleder, Heizung, Belüftung und Zehn-Punkt-Massage. In der sechssitzigen Variante sitzen die Fondpassagiere auf zwei Einzelsitzen mit Armlehnen. Selbst die dritte Reihe verfügt über beheizbare und belüftete Sitze, die elektrisch umgeklappt werden können.
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Zur Unterhaltung dient ein aus dem Dachhimmel absenkbarer 21,4-Zoll-Bildschirm mit 3K-Auflösung. Hinzu kommt ein Audiosystem mit 23 Lautsprechern. Vorne dominieren ein 17,3-Zoll-Touchscreen, ein 8,8-Zoll-Instrumentendisplay und ein serienmäßiges Head-up-Display. Die Navigation integriert Google Maps und eine Ladeplanung.
Assistenzsysteme sollen 2027 per Update dazukommen
Für die Fahrerassistenz setzt Xpeng auf eigene Turing-AI-Chips und die Softwareplattform VLA 2.0. Ein erweitertes teilautomatisiertes Fahrsystem auf dem vom Hersteller als Level 2++ bezeichneten Funktionsumfang soll voraussichtlich 2027 per Over-the-Air-Update folgen. Voraussetzung bleiben die jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen und behördlichen Genehmigungen.
Produktion für Europa in Österreich
Die europäischen Fahrzeuge werden bei Magna Steyr in Graz gefertigt beziehungsweise endmontiert. Dort entstehen bereits weitere Xpeng-Modelle. Ein erstes europäisches Vorserienfahrzeug des G9L absolvierte laut Hersteller die rund 1.324 Kilometer lange Fahrt von Graz zum Pariser Autosalon.
Der G9L ist damit nicht nur ein weiteres großes Elektro-SUV. Mit extrem kurzen angekündigten Ladezeiten, üppiger Ausstattung und Platz für bis zu sieben Personen versucht Xpeng, einen Bereich zu besetzen, in dem europäische Premiumhersteller bislang besonders stark sind. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich im Alltag zeigen – vor allem dann, wenn die ersten Kunden die Ladeleistung tatsächlich ausprobieren können.
Galerie Xpeng G9L 2026
Quelle: Xpeng





