Der neue Skoda Epiq zeigt sich erstmals komplett ohne Tarnfolie – und gleichzeitig werden viele technische Details konkreter. Der Epiq soll als günstiger Einstieg in die elektrische Modellpalette der Marke dienen und positioniert sich unterhalb von Elroq und Enyaq. Basis ist die neue MEB+-Architektur mit Frontantrieb, die auch bei kommenden Kleinwagen-Stromern aus dem VW-Konzern wie dem ID.Cross zum Einsatz kommt.
Mit einer Länge von rund 4,17 Metern bleibt der Epiq deutlich kompakter als der Elroq, bietet aber trotzdem erstaunlich viel Stauraum. Im Heck stehen bis zu 475 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung, bei umgeklappter Rückbank deutlich mehr. Zusätzlich gibt es vorne ein kleines Zusatzfach für das Ladekabel. Optisch führt der Wagen erstmals vollständig die neue „Modern Solid“-Designsprache von Skoda ein. Auffällig sind die markanten T-förmigen Lichtsignaturen vorne und hinten, robuste Kunststoffelemente an der Karosserie sowie aerodynamisch optimierte Details wie aktive Luftklappen und spezielle Luftführungen an den Rädern.
Innen setzt Skoda auf eine Mischung aus Minimalismus und klassischen Bedienelementen. Hinter dem Lenkrad sitzt ein kleines Fahrerdisplay, ergänzt durch einen großen freistehenden Touchscreen in der Mitte. Einige Funktionen bleiben über physische Tasten erreichbar. Die Mittelkonsole bietet mehrere Ablagen, kabelloses Laden fürs Smartphone sowie zusätzliche USB-C-Anschlüsse. Typische „Simply Clever“-Ideen dürfen ebenfalls nicht fehlen – darunter ein Regenschirm in der Tür, ein Eiskratzer und clevere Halterungen im Gepäckraum.
Für den Innenraum plant Skoda verschiedene Designlinien. Neben einer schlichten Basisausstattung soll es Varianten mit farbigen Akzenten, hochwertigeren Materialien und Ambientebeleuchtung geben. Damit will der Hersteller trotz günstiger Positionierung einen modernen und relativ hochwertigen Eindruck vermitteln.
Technisch wird der Epiq in drei Leistungsstufen angeboten. Die kleineren Versionen nutzen einen LFP-Akku mit rund 37 kWh nutzbarer Kapazität, während das Topmodell eine größere NMC-Batterie mit gut 51 kWh erhält. Je nach Ausführung liegen die Leistungen zwischen 85 und 155 kW (Epiq 35: 85 kW/116 PS, Epiq 45: 99 kW/134 PS und Epiq 55 mit 155 kW/211 PS). Die WLTP-Reichweite reicht von etwa 315 bis rund 430 Kilometern. Geladen wird serienmäßig mit bis zu 11 kW AC; beim Schnellladen sind je nach Version bis zu 125 kW möglich. Das stärkste Modell soll den Bereich von 10 auf 80 Prozent in etwa 23 Minuten schaffen.
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Auch bei den Fahrleistungen gibt es Unterschiede: Während die Basisversion eher auf Effizienz ausgelegt ist, beschleunigt das stärkste Modell in gut sieben Sekunden auf Tempo 100. Alle Varianten setzen ausschließlich auf Frontantrieb.
Beim Fahrwerk bleibt Skoda pragmatisch. Vorn arbeitet eine klassische MacPherson-Konstruktion, hinten kommt eine platzsparende Verbundlenkerachse zum Einsatz. Interessant: Anders als einige größere Elektro-Modelle der Marke erhält der Epiq rundum Scheibenbremsen.
Bei den Assistenzsystemen soll das kleine SUV überraschend umfangreich ausgestattet werden. Geplant sind unter anderem ein weiterentwickelter Travel Assist mit Spurführung und adaptivem Tempomat, eine 360-Grad-Kamera, neue Radar-Systeme für Kreuzungen sowie bis zu neun Airbags. Optional werden außerdem Matrix-LED-Scheinwerfer angeboten.
Kommen wir abschließend zum spannendsten Punkt: Dem Preis. Los geht’s beim 25.900 Euro teuren Epiq 35 Essence mit bis zu 300 Km Reichweite. Es folgt der Epiq 40 Essence für 27.900 Euro und bis zu 310 Km Reichweite. Der Skoda Epiq 55 ist als Essence, Selection und Edition One zu haben und kostet 32.100 Euro, 35.600 Euro bzw. 35.600 Euro. Die Reichweite liegt aufgrund des größeren Akkus bei bis zu 440 Km.
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