Nissan bringt den Namen Pixo zurück. Anders als sein von 2009 bis 2013 angebotener Vorgänger wird die Neuauflage ausschließlich elektrisch angetrieben. Technisch basiert der neue Stadtwagen auf dem Renault Twingo Electric, erhält jedoch ein eigenständiges Nissan-Design. Die ersten Fahrzeuge sollen Anfang 2027 ausgeliefert werden.
Die Entwicklung eines Schwestermodells ermöglicht es Nissan, mit vergleichsweise überschaubarem Aufwand einen preisgünstigen Elektro-Kleinwagen anzubieten. Renault und Nissan greifen dabei auf eine gemeinsame Plattform und weitgehend identische Antriebstechnik zurück. Produziert werden beide Modelle im slowenischen Werk Novo Mesto.

Eigenständiges Design für den Twingo-Ableger
Die Verwandtschaft mit dem Renault Twingo ist an den Proportionen deutlich zu erkennen. Wie das französische Schwestermodell misst der Nissan Pixo rund 3,80 Meter und ist vorrangig für den Einsatz in europäischen Städten konzipiert.
Nissan grenzt sein Modell jedoch mit einer anders gestalteten Frontpartie, einem eigenständigen Leuchtband am Heck und weiteren modifizierten Details vom Twingo ab. Auch die Pixo-Schriftzüge im Pixel-Stil sollen dem Kleinwagen einen eigenen Charakter verleihen.
Damit unterscheidet sich die Neuauflage deutlich vom ersten Pixo. Das ab 2009 angebotene Modell blieb gestalterisch eher zurückhaltend und konnte sich in Europa nicht nachhaltig durchsetzen. 2013 nahm Nissan den Kleinstwagen wieder aus dem Programm.
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82 PS und Frontantrieb
Die elektrische Antriebstechnik übernimmt Nissan vom Renault Twingo. An der Vorderachse arbeitet ein Elektromotor mit 60 kW beziehungsweise 82 PS. Damit ist der Pixo nicht auf sportliche Fahrleistungen, sondern vor allem auf einen niedrigen Verbrauch und eine einfache Handhabung im Stadtverkehr ausgelegt.
Sein Wendekreis von knapp zehn Metern soll das Rangieren auf engem Raum erleichtern. Gerade in Innenstädten, Parkhäusern und schmalen Wohnstraßen dürfte die Kombination aus kompakten Abmessungen und kleinem Wendekreis zu den größten Stärken des Pixo gehören.

Rund 260 Kilometer Reichweite
Die Energie für den Elektromotor liefert eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit einer Kapazität von 27,5 kWh. Im Normzyklus soll der Nissan Pixo damit eine Reichweite von rund 260 Kilometern erreichen.
Der vergleichsweise kleine LFP-Akku soll die Fahrzeugkosten und das Gewicht begrenzen. Für den täglichen Stadt- und Pendelverkehr dürfte die angegebene Reichweite in vielen Fällen ausreichen. Auf längeren Autobahnstrecken wird der elektrische Kleinwagen dagegen regelmäßige Ladestopps benötigen.
An einer DC-Schnellladestation erreicht der Pixo eine maximale Ladeleistung von 50 kW. Der Ladevorgang von 15 auf 80 Prozent soll knapp 30 Minuten dauern. An einer entsprechend leistungsfähigen Wallbox lädt das Fahrzeug dreiphasig mit bis zu 11 kW.
Damit fällt die DC-Ladeleistung zwar deutlich niedriger aus als bei größeren und teureren Elektroautos. Aufgrund der kleinen Batterie bleibt die Ladezeit dennoch in einem überschaubaren Rahmen.

Vier Sitzplätze und bis zu 1.221 Liter Gepäckraum
Der Innenraum bietet Platz für maximal vier Personen. Vor dem Fahrer befindet sich ein sieben Zoll großes digitales Kombiinstrument. Die Bedienung von Navigation, Medien und weiteren Fahrzeugfunktionen erfolgt über einen zentral angeordneten Touchscreen mit einer Bildschirmdiagonale von zehn Zoll.
Überraschend großzügig fällt das Ladevolumen aus. In der normalen Sitzkonfiguration stehen nach Angaben von Nissan 356 Liter zur Verfügung. Werden die hinteren Sitze umgeklappt, wächst das Fassungsvermögen auf bis zu 1.221 Liter.
Damit soll sich der kleine Stromer nicht nur für den täglichen Arbeitsweg oder Einkaufsfahrten eignen. Bei umgelegter Rückbank lassen sich auch größere Gegenstände transportieren.
„Der Nissan Pixo wurde speziell für Europa und seine Städte entwickelt. Er bietet alles, was Kundinnen und Kunden von einem Elektrofahrzeug erwarten – ohne unnötige Komplexität“, erklärt Clíodhna Lyons, Vizepräsidentin für Produkt und Marketing bei Nissan. Angesichts steigender Kraftstoffpreise wolle das Unternehmen praktische Alternativen anbieten, mit denen Kunden ihre laufenden Fahrtkosten reduzieren könnten.

Marktstart für Anfang 2027 geplant
Nissan will die Bestellbücher für den neuen Pixo gegen Ende 2026 öffnen. Die ersten Auslieferungen sind für Anfang 2027 vorgesehen. Einen offiziellen Preis nennt der Hersteller bislang nicht.
Der Einstiegspreis dürfte jedoch knapp unter 20.000 Euro liegen. Sollte Nissan diese Marke tatsächlich unterschreiten, würde der Pixo zu den günstigsten Elektroautos auf dem europäischen Markt zählen. Gleichzeitig könnte er eine Alternative für Kunden werden, denen der technisch verwandte Renault Twingo optisch oder bei der Ausstattung nicht zusagt.

