Bild 7

MG4 EV Update: Mehr Reichweite, neue Akkus, Comeback des XPower

Mehr Batterie, mehr Varianten, neuer Name
MG sortiert seinen elektrischen Kompaktwagen neu. Aus dem MG4 Electric wird künftig wieder der MG4 EV, gleichzeitig wächst die technische Bandbreite spürbar. Größere Batterien, angepasste Antriebe und das Comeback der Performance-Version XPower sollen den Stromer wieder breiter aufstellen. Zunächst gelten die Änderungen für Großbritannien, doch auch Deutschland dürfte zeitnah folgen.

Damit kehrt MG im Grunde zu einer Strategie zurück, die den MG4 ursprünglich stark gemacht hat: viel Auswahl, klare Leistungsstufen und attraktive Preis-Leistungs-Positionierung. Wir sind den ihn damals für 6 Monate gefahren und waren von Anfang an Fan des kleinen Kraftpaketes!

Bis zu 545 Kilometer Reichweite
Die auffälligste Neuerung ist die größere Batterie in der Extended-Range-Version. Mit 74,4 kWh netto sind künftig bis zu 545 Kilometer WLTP möglich – deutlich mehr als bisher, wow! Gleichzeitig bleibt die bekannte Struktur aus Hecktrieblern und Allrad-Topmodell erhalten.

Die Varianten im Überblick:

  • Long Range Premium mit 140 kW und LFP-Batterie
  • Extended Range Premium mit 180 kW und großem NMC-Akku
  • XPower Dual Motor mit 320 kW und Allradantrieb

Interessant dabei: Basis- und XPower-Version nutzen identische Kapazitätswerte, unterscheiden sich jedoch in der Zellchemie. Während der Long Range auf LFP setzt, kommt beim XPower NMC-Technologie zum Einsatz.

Bekannte Performance, neue Balance
Leistungsseitig bleibt der MG4 seiner Linie treu. Der Extended Range beschleunigt in 6,2 Sekunden auf 100 km/h und kombiniert das mit der größten Reichweite. Der XPower bleibt das Spaßmodell mit 3,8 Sekunden und Allrad, während der Long Range als Effizienz-Allrounder positioniert ist.

Beim Verbrauch zeigt sich das erwartbare Bild: Extended Range am effizientesten, XPower mit Performance-Aufschlag.

Solide Ladeleistungen mit kleinen Verschiebungen
Beim Laden ergeben sich moderate Anpassungen. Alle Varianten bleiben bei 7 kW AC, während die DC-Spitzenleistung zwischen 140 und 154 kW liegt. Der Long Range profitiert weiterhin von der besten Ladeperformance und schafft den 10–80-Prozent-Hub in rund 25 Minuten.

Rechnerisch ergibt sich dort auch die höchste Reichweiten-Nachladegeschwindigkeit, während Extended Range und XPower eher auf größere Batterie beziehungsweise Performance ausgelegt sind.

Design- und Innenraum-Update
Optisch bleibt der MG4 erkennbar, erhält jedoch Detailpflege. Neue 18-Zoll-Felgen, ein modifizierter Heckspoiler und zusätzliche Farben modernisieren das Erscheinungsbild. Innen übernimmt MG Elemente aus neueren Baureihen. Ein konfigurierbares 10,25-Zoll-Fahrerdisplay und ein neuer 12,8-Zoll-Touchscreen sollen Bedienung und Darstellung verbessern. Immerhin etwas.

Urban-Ableger als praktische Ergänzung
Parallel plant MG einen MG4 EV Urban, der stärker auf Raumangebot und Alltagstauglichkeit setzt. Das Modell fällt länger aus, bietet mehr Kofferraum und soll preislich unterhalb des klassischen MG4 positioniert werden. Ob diese Variante auch nach Deutschland kommt, ist aktuell noch offen.

Preisoffensive im Kompaktsegment
In Großbritannien startet der überarbeitete MG4 EV bei knapp 30.000 Pfund und liegt damit unter dem bisherigen Niveau. Umgerechnet ergäbe sich ein Einstieg von etwa 35.000 Euro, wobei deutsche Preise erfahrungsgemäß etwas höher liegen könnten. Selbst dann bleibt der MG4 ein direkter Herausforderer für etablierte Kompakt-EVs wie den VW ID.3.

Mehr Auswahl statt Einheitslösung
Das Update wirkt weniger wie ein Facelift und mehr wie eine strategische Neuaufstellung. Größere Batterie, wieder klar differenzierte Varianten und modernisierte Technik sollen den MG4 wieder stärker ins Rampenlicht rücken.

Gerade im zunehmend dicht besetzten Kompaktsegment ist Vielfalt oft der entscheidende Faktor, und genau dort setzt MG mit dem neuen MG4 EV an.

Wir denken, dass das genau der richtige Ansatz für Europa und MG ist.