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VW ID. California Cruise: Elektro-Camper startet bei knapp 60.000 Euro

Volkswagen macht aus dem ID. Buzz nun doch einen echten Camper – zumindest dem Namen nach. Auf dem Caravan Salon 2026 präsentiert Volkswagen Nutzfahrzeuge mit dem ID. California Cruise eine quasi Campingversion des Elektro-Busses. Anfang 2027 sollen die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden. Die Preise beginnen bei 60.761 Euro.

Damit bekommt der ID. Buzz eine Variante, über die Volkswagen bereits seit Jahren diskutiert. Zwischenzeitlich schien ein elektrischer California auf Basis des ID. Buzz sogar vom Tisch zu sein. Vor allem das hohe Gewicht eines Campingausbaus bereitete den Entwicklern Probleme. Die konnten allem Anschein nach nicht aus der Welt geräumt werden, denn er California Cruise ist im Grunde nur ein gepimpte Version des Gute Nacht-Pakets. Das von früheren California-Modellen (Beach, Beach Tour, Beach Camper, Coast, Ocean) bekannte Aufstelldach, das ein aufrechtes Stehen im Innenraum (oder sogar ein weiteres Bett) ermöglichte, bietet der ID. California Cruise leider nicht.

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Zwei Radstände und bis zu 86 kWh

Technische Basis ist der ID. Buzz Pro mit Heckantrieb und 286 PS. Kunden können zwischen zwei Karosserievarianten wählen. Der ID. California Cruise mit kurzem Radstand erhält die 79-kWh-Batterie, während die Langversion mit einem 86-kWh-Akku ausgestattet wird.

Konkrete WLTP-Reichweiten für den Camper nennt Volkswagen bislang nicht. Einen Anhaltspunkt liefern jedoch die entsprechenden Serienversionen des ID. Buzz Pro. Diese kommen je nach Radstand auf bis zu 460 beziehungsweise 498 Kilometer nach WLTP. Aufgrund der „Campingausstattung“ und des damit verbundenen zusätzlichen Gewichts dürften die tatsächlichen Werte des California Cruise etwas niedriger ausfallen. Viel kann das aber nicht sein, denn Bett, Tisch und Stühle dürften zusammen nicht mal so viel wiegen wie ein Passagier.

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Kein kompletter California Ocean auf Elektro-Basis

Herzstück des ID. California Cruise ist die Schlafmöglichkeit für zwei Personen. Die Liegefläche misst 2,03 Meter in der Länge und 1,20 Meter in der Breite. Darauf liegt eine neu entwickelte, neun Zentimeter dicke Klappmatratze.

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Für Übernachtungen gibt es außerdem Verdunklungen für sämtliche Scheiben sowie Lüftungsgitter für die vorderen Seitenfenster. Zwei Campingstühle und ein Campingtisch gehören ebenfalls zur Ausstattung und können im Fahrzeug verstaut werden. Wer das optionale Panoramaglasdach bestellt, bekommt dafür eine passende Verdunklung.

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Optisch unterscheidet sich der ID. California Cruise durch spezielle Miwo-Sitzbezüge mit California-Schriftzug, einen entsprechenden Schriftzug am Heck sowie eine seitliche Cruise-Folierung vom normalen Buzz.

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Campingmodus hält Klimaanlage und USB-Anschlüsse am Leben

Eine der interessantesten Funktionen dürfte der neue California-Modus sein. Er erlaubt es, zahlreiche elektrische Systeme des Fahrzeugs auch dann weiterzuverwenden, wenn der eigentliche Fahrbetrieb abgeschaltet ist.

So können beispielsweise Beleuchtung, USB-Anschlüsse und die Klimaautomatik während einer Übernachtung weiterlaufen. VW spricht von einer möglichen Nutzungsdauer von bis zu 48 Stunden. Wie lange das tatsächlich funktioniert, hängt unter anderem vom Ladezustand der Batterie und davon ab, wie stark die Innenraumtemperatur von der Außentemperatur abweicht.

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ID. Buzz wird zur großen Powerbank

Noch deutlicher wird das bei der Vehicle-to-Load-Funktion (V2L). Über einen entsprechenden Adapter kann der ID. California Cruise externe elektrische Geräte direkt aus seiner Antriebsbatterie versorgen.

Kurzzeitig stehen dafür bis zu 3,6 kW, dauerhaft bis zu 2 kW zur Verfügung. Damit lassen sich beispielsweise Kaffeemaschine, Wasserkocher, Kühlbox, Beleuchtung oder kleinere Kochgeräte betreiben. Auch E-Bikes können über das Fahrzeug geladen werden.

Damit spielt der Elektroantrieb beim Camping erstmals einen seiner großen praktischen Vorteile aus: Der Camper bringt schließlich einen Energiespeicher mit, dessen Kapazität klassische Bordbatterien um ein Vielfaches übertrifft.

Zur Serienausstattung des ID. California Cruise gehören neben dem V2L-Adapter auch das Interieur-Style-Paket und das Komfortpaket des ID. Buzz Pro.

Nachteil des V2L: Da dieses System nur über den Adapter am Ladeanschluss läuft, muss man ein Kabel ins den Innenraum legen, wenn man dort ein 230V-Gerät nutzen will. Speziell bei Regen, wenn man im warmen Innenraum mal einen Kaffee oder einen Tee kochen möchte, wäre ein 230V-Anschluss im Innenraum schon schön.

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Und jetzt seid ihr dran: Wäre des VW ID. California Cruise was für euch? Oder würde ihr euch lieber einen „echten“ California mit Küche und Aufstelldach wünschen? Sagt’s uns in den Kommentaren.