Der Zeekr 7X ist in Deutschland noch ein Exot. Dabei hat das elektrische Mittelklasse-SUV einiges zu bieten: 800-Volt-Technik, reichlich Ausstattung und Ladezeiten, die selbst manchen deutlich teureren Konkurrenten alt aussehen lassen. Für das Modelljahr 2027 legt Zeekr nun nach. Mehr Leistung, überarbeitete Details und neue Assistenzfunktionen stehen auf dem Programm. Allerdings steigen auch die Preise.

Bis zu 680 PS im Zeekr 7X
Bei den drei bekannten Varianten bleibt es. Die beiden heckgetriebenen Versionen leisten künftig jeweils 335 kW (456 PS) statt bisher 310 kW (422 PS). Der Allradler legt von 480 auf 500 kW (680 PS) zu. Damit beschleunigt der Zeekr 7X mit Allradantrieb in 3,7 Sekunden auf Tempo 100. Die Hecktriebler benötigen je nach Akku 5,6 beziehungsweise 5,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei allen Varianten bei 210 km/h.
Auch das Drehmoment wächst: 520 Nm beim Hecktriebler und 790 Nm beim Allradmodell. Das sind Werte, mit denen sich der Zeekr vor etablierten Premium-SUVs keineswegs verstecken muss.
10,5 Minuten von 10 auf 80 Prozent
Die spannendste Zahl steht allerdings nicht bei der Motorleistung, sondern beim Laden. Die Basisversion mit 75-kWh-LFP-Akku soll unter optimalen Bedingungen nur noch 10,5 Minuten benötigen, um den Ladestand von 10 auf 80 Prozent zu bringen. Dafür sind bis zu 450 kW DC-Ladeleistung vorgesehen. Die beiden Versionen mit 100-kWh-NMC-Akku laden mit bis zu 420 kW und sollen denselben Ladevorgang in 15 Minuten schaffen.
Kurios: Bislang nannte Zeekr für den 7X sogar bis zu 480 kW Ladeleistung. Die neue Zahl ist also niedriger. Der Unterschied liegt offenbar vor allem in der Darstellung der Ladezeiten: Bisher bezogen sich die veröffentlichten Werte auf eine 360-kW-Ladesäule. Für das Modelljahr 2027 nennt Zeekr nun zusätzlich die Werte bei maximal möglicher Ladeleistung. Von einem völlig neuen Akku oder einem grundlegend überarbeiteten Ladesystem kann deshalb bislang keine Rede sein.
An einer passenden AC-Wallbox sind weiterhin bis zu 22 kW möglich. Gerade für Fahrer, die regelmäßig lange Strecken zurücklegen, bleibt die Kombination aus 800-Volt-Technik und kurzen Ladepausen eines der stärksten Argumente für den Zeekr.

Bis zu 627 Kilometer Reichweite
Die Batteriegrößen ändern sich nicht. Das Einstiegsmodell nutzt einen 75-kWh-LFP-Akku und erreicht nach WLTP 482 Kilometer. Die Heckantriebsvariante Long Range mit 100-kWh-Akku kommt auf 627 Kilometer. Beim Allradler sind es 545 Kilometer. Alle drei Versionen dürfen gebremste Anhänger mit bis zu zwei Tonnen ziehen.
| Variante | Leistung | WLTP-Reichweite | Preis |
|---|---|---|---|
| RWD Business Edition | 335 kW | 482 km | 54.990 Euro |
| RWD Long Range | 335 kW | 627 km | 59.990 Euro |
| AWD Privilege | 500 kW | 545 km | 66.990 Euro |
Dezentes Facelift und neue Assistenztechnik
Optisch bleibt sich der 7X treu. An der Front fallen geänderte Stoßfänger mit größeren seitlichen Lufteinlässen auf, hinten wurde die Gestaltung des unteren schwarzen Bereichs angepasst. Im Innenraum präsentiert sich die Mittelkonsole etwas geradliniger. Außerdem zieht die Spieleplattform AirConsole ein: Dabei dient das Smartphone als Controller für Multiplayer-Spiele im Fahrzeug.

Wichtiger für den Alltag dürfte ein neues, von Bosch entwickeltes Assistenzsystem sein. Es arbeitet mit sieben Kameras und drei Radarsensoren und ermöglicht unter anderem ferngesteuertes Einparken.
2.000 Euro teurer – und trotzdem interessant
Der Zeekr 7X kostet in jeder Variante nun 2.000 Euro mehr. Los geht es bei 54.990 Euro, die Long-Range-Version liegt bei 59.990 Euro und das Allrad-Topmodell bei 66.990 Euro. Damit spielt der Chinese weiterhin in einer Liga mit Audi Q6 e-tron, BMW iX3 und Mercedes GLC mit EQ-Technologie.
Unsere Einschätzung: Wer beim Elektroauto vor allem auf möglichst kurze Ladepausen achtet, sollte den Zeekr 7X auf dem Zettel haben. 10,5 Minuten von 10 auf 80 Prozent sind eine echte Ansage – vorausgesetzt, die Ladesäule kann die erforderliche Leistung liefern und die Bedingungen stimmen. Das Modelljahr 2027 ist keine Revolution, macht ein ohnehin technisch interessantes SUV aber noch attraktiver. Die gestiegenen Preise trüben die Freude nur ein wenig.
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Quellen: Zeekr

