Oh, da hat uns Renault mit dem R8 Gordini aber eine Steilvorlage geliefert. Nicht, weil wir uns eh Gedanken zu einem zukünftigen Gordini-Modell gemacht hätten, nein. Aber weil wir schon länger auf der Wiederbelebung der R.S.-Modelle (R.S. steht für Renault Sport) herumgedacht haben. Wenn wer erinnert sich nicht voll Freude an den Renault Clio R.S. oder den großen Bruder in Form des Mégane R.S. Beide waren sie echte Spaß-Granaten und haben auf der Landstraße genau so viel Spaß gemacht wie auf der Rennstrecke. Und es ist kein Wunder, dass noch heute noch viele dieser Modelle als umgebaute Tracktools auf Nordschleife und bei Trackdays am Start sind. Nun denn: Warum gibt es also bei aktuellen Elektro-Modellen keine R.S.-Versionen? Alpine A290 schön und gut, aber da fehlt vielen einfach die radikalere Motorsportambition – so wie uns. Und darum haben wir uns und euch einen Renault 5 R.S. gezaubert, mit dem wir nur zu gerne auch mal über die Rennstrecke in der Eifel knallen würden.

Wodurch würde sich ein R5 R.S. auszeichnen? Wie ihr auf den Bildern seht, wurde die Karosserie etwas abgesenkt, es kommen Niederquerschnittsreifen zum Einsatz und größere Bremsen (Scheiben und Sättel) kommen auch zum Einsatz. Und natürlich gehören ordentliche Felgen auf so eine Tracktool-Basis – keine Frage! Da der R5 R.S. ein Frontkratzer ist, wäre natürlich auch ein Sperrdifferenzial schön (wenn das Leben ein Wunschkonzert ist). Außerdem wurde der Dachkantenspoiler um einen festen Heckspoiler ergänzt – ähnlich dem Renault Clio R.S. 16 von 2021, der den 2,0-Liter-Turbo des Mégane R.S. 275 Trophy-R eingepflanzt bekommen hatte.
Angetrieben wird der R5 R.S. vom gleichen 270 PS starken Elektro-Aggregat, das auch bei der heute vorgestellten R8 Gordini-Studie zum Einsatz kommt. Denn wenn das in den kleinen Gordini passt und dort Sinn machen würde, dann auch im R5 R.S. Akkuseitig würde der 52-kWh-Akku des R5 150 (150 PS) vollkommen ausreichen, um einige schnelle Runden auf der Nordschleife zu drehen. Selbst bei rund 50 kWh/100 Km wären da mindestens drei Runden drin. Und da man eh nach jeder Runde NOS wieder von der Strecke muss, kann man auch danach direkt wieder aufladen.
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Natürlich müsste sich Renault Sport um die Kühlung des Akkus kümmern, damit der Motor stets ausreichen Saft zur Verfügung hat. Ein 800V-System braucht solch ein Hothatch allerdings nicht. Das kostet nur Geld und dient nicht dem Fahrspaß. Und mal ehrlich: Dieses System braucht man vor allem, wenn man lange Strecken fährt und auf kurze Ladestopps angewiesen ist – beides Dinge, die bei einem Renault 5 R.S. keine hohe Priorität haben dürften. Das Laden von 20 auf 80% dauert 28 Minuten? Würde mich bei diesem Wagen nicht stören.
Deutlich spannender dürfte da schon die Sprintzeit des R5 R.S. sein. Bei erwähnten 270 PS dürfte diese Disziplin in etwas mehr als sechs Sekunden erledigt sein. Damit rangiert man dann zwar hinter dem Opel Corsa GSE und auch der VW ID. Polo GTI ist dicht dran, aber der R5 R.S. wäre (natürlich) deutlich kompromissloser als die erwähnten Konkurrenten. Bein Gewicht von rund 1.500 Kilogramm lägen aber bestimmte wieder alle dicht beieinander.

Kommen wir zum Innenraum. Hier müssten natürlich Sitze mit etwas mehr Seitenhalt Einzug halten und etwas Carbonoptik würde auch nicht schaden. Die Rücksitzbank wäre serienmäßig aber bestimmt vorhanden und nur optional aus Gewichtsgründen entfernt. Um es auch Tracktool-Freunden Recht zu machen, wären sicherlich optionale Schalensitze sowie zusätzliche Anzeigen im Display sinnvoll (G-Kräfte, Rundenzeigen, Batterietemperatur, etc.).
Womit wir beim Preis wären. Hier gibt der Alpine A290 GTS mit 218 PS für rund 45.000 Euro sicherlich die Richtung vor. Was schade ist. Denn irgendwas mit einer drei ganz vorne würde sicherlich besser ins Umfeld passen. Auch wenn der Peugeot e-208 Gti auch bei rund 45.000 landet.
Und jetzt seit IHR dran: Würdet ihr euch auch einen Renault 5 R.S. wünschen, oder sind die Preise von mindestens 40.000 Euro für solch einen Kleinwagen einfach kompletter Unsinn? Sagt’s uns in den Kommentaren.

