Mit dem Peaq bringt Skoda endlich ein elektrisches Familien-SUV auf den Markt, das Platz für die ganze Familie und optionalen Allradantrieb verbindet. Der Name lehnt sich an das englische Wort „Peak“ an und soll Ambition signalisieren, ein selbstbewusstes Versprechen für ein Modell, das künftig als elektrisches Topmodell der Marke positioniert werden soll. Wer sich für den Peaq interessiert, steht allerdings vor einer wichtigen Entscheidung: Reicht die günstigere Basisversion, oder lohnt sich der Aufpreis für das große Batteriepaket und die Allradvariante 90x? Und lohnt sich innerhalb der großen Batterie überhaupt der zusätzliche Aufpreis für den Allradantrieb, oder reicht schon das Topmodell mit Hinterradantrieb? Wir gehen in die Details.

Die wichtigsten Daten im Überblick
| Basisversion (63 kWh) | Peaq 90 (91 kWh) | Peaq 90x (91 kWh, Allrad) | |
|---|---|---|---|
| Preis | ab 49.900 Euro | ab 60.400 Euro | über 60.400 Euro (genauer Preis nicht bekannt) |
| Länge | 4,87 Meter | 4,87 Meter | 4,87 Meter |
| Kofferraum | 935 Liter | 935 Liter | 935 Liter |
| Akku | 63 kWh | 91 kWh (Nickel-Mangan-Kobalt) | 91 kWh (Nickel-Mangan-Kobalt) |
| Reichweite | nicht angegeben | rund 610 km | 613 km |
| Leistung | nicht angegeben | mind. 210 kW / 286 PS | 220 kW / 299 PS |
| Max. DC-Laden | unter 200 kW | unter 200 kW | unter 200 kW |
Preis: Die Basisversion ist ein Lockangebot
Mit 49.900 Euro startet der Skoda Peaq auf den ersten Blick attraktiv, allerdings kommt diese Version mit dem kleineren 63-kWh-Akku, der bei nur 160 km/h abgeriegelt wird. Wer angesichts von Dimensionen, Gewicht sowie Lade- und Fahrleistungen tatsächlich alltagstaugliche Reichweiten erwartet, kommt kaum am mindestens 60.400 Euro teuren Topmodell mit der großen 91-kWh-Batterie vorbei. Die Allradvariante 90x liegt preislich noch einmal darüber, konkrete Zahlen dazu liegen uns aktuell nicht vor, das ist an dieser Stelle eine offene Frage.

Reichweite und Akku: Erst das große Paket überzeugt
Bei der Reichweite zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Varianten. Zur Basisversion mit dem 63-kWh-Akku liegen uns keine Reichweitenangaben vor, was allein schon zeigt, wie sehr sich Skoda auf das größere Batteriepaket als eigentliches Alltagsangebot konzentriert. Mit dem 91-kWh-Akku sind dagegen rund 610 bis 613 Kilometer Normreichweite möglich, ein solider, wenn auch nicht überragender Wert für diese Fahrzeugklasse.
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Ladeleistung: Hier wird es für Skoda sofort schwierig
Mit der MEB-Plattform verfügt der Peaq weiterhin nicht über eine zeitgemäße 800-Volt-Ladetechnik, sodass der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent bei beiden Akkupaketen jeweils rund eine halbe Stunde dauert. Denn die maximale Ladeleistung bleibt entsprechend unter 200 kW, während einige Wettbewerber deutlich mehr Power und damit kürzere Ladezeiten bieten. Für ein Fahrzeug, das für viele Familien als Erstwagen mit Langstreckenanspruch dienen könnte, ist das ein Punkt, den wir bei der Kaufentscheidung ernst nehmen würden.
Immerhin macht Skoda das Warten an der Ladesäule angenehmer, als es die reinen Zahlen vermuten lassen: Die vorderen Komfortsitze verfügen über eine ausklappbare Beinauflage, die sich speziell für Ladepausen eignet, ein kleines, aber im Alltag durchaus geschätztes Detail, das zumindest teilweise über die im Vergleich zur Konkurrenz eher durchschnittliche Ladeleistung hinwegtröstet.

Fahrleistung: Basisversion gemütlich, 90x spürbar kräftiger
Wer sich für die Basisversion entscheidet, muss sich mit maximal 160 km/h und unbekannter Systemleistung begnügen. Das Topmodell mit 91-kWh-Akku bringt es auf mindestens 210 kW beziehungsweise 286 PS, während die Allradvariante 90x mit 220 kW beziehungsweise 299 PS und 545 Nm maximalem Drehmoment nochmals kräftiger unterwegs ist. Angesichts eines Leergewichts von 2,5 Tonnen wird daraus zwar kein Sportwagen, doch der niedrige Schwerpunkt und der Allradantrieb sorgen beim 90x für spürbar mehr Fahrfreude als bei der Basisversion.

Platzangebot und Ausstattung: Bei allen Varianten identisch
Beim Platzangebot unterscheiden sich die Varianten nicht: Alle Versionen des Peaq bieten mit 4,87 Metern Länge und knapp drei Metern Radstand großzügige Platzverhältnisse vorn wie im Fond, dazu 935 Liter Kofferraumvolumen hinter der elektrischen Heckklappe sowie einen mit 37 Litern eher kompakten Frunk. Die dritte Sitzreihe eignet sich unabhängig von der gewählten Antriebsvariante nur eingeschränkt für den regelmäßigen Einsatz. Wer eine Anhängelast von bis zu zwei Tonnen benötigt, etwa für Pferdeanhänger oder Boot, sollte ohnehin zur Allradversion 90x greifen, für die diese Werte in erster Linie gelten.
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Auch beim Cockpit gibt es keine Unterschiede zwischen den Antriebsvarianten: Alle Versionen bieten ein aufgeräumtes, fast puristisches Layout mit einem 13,6-Zoll-Zentralbildschirm, der sich einfach bedienen lässt, aber nicht überdimensioniert wirkt. Die Instrumenteneinheit hinter dem Lenkrad fällt vergleichsweise klein aus, was das serienmäßige Head-up-Display nur teilweise kompensiert. Ein Beifahrerdisplay gibt es bei keiner Variante, selbst nicht gegen Aufpreis, was in dieser Klasse mittlerweile ungewöhnlich ist und uns überrascht hat. In der breiten Mittelkonsole warten bei allen Versionen praktische physische Klimaschalter sowie zwei beleuchtete induktive Ladeschalen fürs Smartphone. Für den Sound sorgt serienübergreifend ein Sonos-System mit 16 Lautsprechern und 755 Watt Leistung, kein High-End-System, aber ordentlich abgestimmt. Das 2,1 Quadratmeter große Panoramadach lässt sich allerdings nur elektrochrom verdunkeln, eine klassische Jalousie fehlt, was wir bei starker Sonneneinstrahlung als echtes Manko empfinden.

Fazit
Für wen lohnt sich die Basisversion? Für alle, die primär ein günstigeres Einstiegsmodell suchen und überwiegend kürzere Strecken im Alltag zurücklegen, kann die Basisversion mit dem 63-kWh-Akku eine Option sein, auch wenn uns dazu Reichweiten- und Leistungsangaben fehlen und wir insofern nur eingeschränkt eine Empfehlung aussprechen können.
Für wen lohnt sich der Aufpreis zum Topmodell oder zum Peaq 90x? Für alle, die den Peaq tatsächlich als Erstwagen mit Langstreckenanspruch nutzen möchten, führt kaum ein Weg am großen 91-kWh-Akku vorbei. Wer zusätzlich Wert auf mehr Fahrfreude, Anhängelast und Allradantrieb legt, etwa für Pferdeanhänger oder Boot, sollte gleich zur Variante 90x greifen, auch wenn der genaue Aufpreis dafür aktuell noch nicht bekannt ist.















