Der Ford Mustang Mach-E war bisher vor allem auf Asphalt zu Hause. Mit dem neuen Mustang Mach-E Trail ändert sich das zumindest ein wenig. Ford bietet für das Modelljahr 2027 (Zumindest in den USA) eine Version an, die sich auf Schotterwegen, Feldwegen und der Zufahrt zum Campingplatz wohler fühlen soll. Ein knallharter Offroader wird daraus nicht – aber gerade das macht die Idee interessant.

Mehr Bodenfreiheit, aber kein extremer Geländewagen
Die Trail-Ausstattung basiert auf dem Mustang Mach-E Select eAWD mit zwei Elektromotoren und Allradantrieb. Ford stimmt Federn und Dämpfer neu ab und hebt die Karosserie gegenüber Select und Premium vorn um zehn und hinten um 15 Millimeter an. Das ist keine spektakuläre Höherlegung, kann auf schlechten Wegen aber den entscheidenden Unterschied machen.
Lenkung, 19-Zoll-Felgen und Michelin CrossClimate 2-Reifen übernimmt Ford vom sportlicheren Mustang Mach-E Rally. Anders als dieser soll der Trail jedoch nicht möglichst schnell über lose Untergründe fahren, sondern seine Insassen entspannt zum Wanderparkplatz, See oder Campingplatz bringen. Die Reifen versprechen außerdem Vorteile bei wechselhaftem Wetter und winterlichen Straßenverhältnissen.

Ein elektrischer Alltrack statt eines Rallye-Autos
Optisch hält sich Ford angenehm zurück. Die untere Frontpartie ist in Carbon Black gehalten, dazu kommen spezielle Felgen und ein Trail-Schriftzug auf der Mittelarmlehne. Wer beim Namen Trail an grobstollige Reifen, Unterfahrschutz und gewaltige Radlaufverbreiterungen denkt, wird enttäuscht. Das Konzept erinnert eher an einen klassischen Alltrack: ein normales Auto mit etwas mehr Reserven für den Weg abseits befestigter Straßen.
Das passt zum Einsatzprofil vieler Fahrer. Schließlich braucht nicht jeder, der mit dem Fahrrad oder Kajak unterwegs ist, ein vollwertiges Geländefahrzeug. Oft reicht ein allradgetriebenes Elektro-SUV mit etwas mehr Bodenfreiheit und passenden Reifen völlig aus.
400 Watt Strom für Camping und Freizeit
Ein praktisches Extra ist Pro Power Onboard. Der Mustang Mach-E Trail stellt serienmäßig bis zu 400 Watt elektrische Leistung über Steckdosen hinter der Mittelkonsole und im Kofferraum bereit. Damit lassen sich beispielsweise Campinglampen, kleine Lüfter oder eine elektrische Luftpumpe betreiben. Für leistungsstarke Elektrogeräte oder gar den Betrieb eines kompletten Wohnmobils ist die Leistung dagegen zu gering.
Optional bietet Ford ein Schutzpaket mit Allwettermatten und Kofferraumauskleidung an. Über den Zubehörhandel soll außerdem ein Thule-Querträgersystem für Fahrräder, Kajaks oder Dachboxen erhältlich sein.
Größerer Akku für alle Mustang Mach-E des Modelljahrs 2027
Auch abseits der Trail-Version gibt es eine wichtige Änderung. In den USA gehört die größere Batterie künftig zur Serienausstattung sämtlicher Mustang-Mach-E-Varianten. Select und Premium verfügen über 88 kWh nutzbare Kapazität, GT und Rally über 91 kWh. Die bisherige kleinere Basisbatterie entfällt. Endgültige EPA-Reichweiten für das neue Modelljahr hat Ford noch nicht bekannt gegeben.
Außerdem wird BlueCruise 1.5 für weitere Ausstattungen angeboten. Beim Trail muss die dafür notwendige Hardware bereits bei der Bestellung ausgewählt werden; eine spätere Nachrüstung ist laut Ford nicht vorgesehen.
US-Aufpreis von 2.295 Dollar
In den USA kostet das Trail-Paket 2.295 US-Dollar zusätzlich zum Mustang Mach-E Select eAWD. Ford nimmt dort seit dem 22. Oktober 2026 Bestellungen für das Modelljahr 2027 entgegen. Die ersten Trail-Fahrzeuge sollen im ersten Quartal 2027 zu den Händlern kommen. Ob und wann die Trail-Ausstattung auch in Deutschland angeboten wird und wie viel sie hier kosten könnte, ist bislang offen.

